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Navigationsdesign
Elektronische Medien stellen absolut neue Herausforderungen an Autoren, dazu gehört das Design der Navigationsstruktur. Eine Site sollte einfach zu navigieren, leicht zu lesen und ansprechend und geschmackvoll gestaltet sein. Aufreibende Umwege, aussichtslose Klicks und überflüssige Mauskilometer sollen dadurch vermieden werden.

 

 

Vieraugenregel | Informationsverschmutzung | Code-Ergonomie | Navigation

Navigation

   

Menüs
Content
Orientierungshilfen
Methoden

 

Navigation beschreibt die Orientierungs- und Suchmöglichkeiten der Benutzer von Hypertextsystemen.

Die Navigation auf einer Site spielt eine entscheidende Rolle bei der Erschließung der Informationsinhalte.

Die Navigation durch die Dokumentenstruktur von Neuen Medien wird mit verschiedenen Konzepten verwirklicht. Einerseits durch den Gebrauch von Hyperlinks, verankert an Textstellen andererseits mit klickbaren Grafiken bzw. Bildteilen.

     
     
   

Die Navigation soll die Benutzer durch die Informationseinheiten führen. Sie soll einen individuellen Zugriff auf die angebotenen Informationen sowie die bestmögliche Orientierung innerhalb des Webangebots ermöglichen.

Die Benutzerführung hat die Aufgabe, einen Überblick von der Gesamtheit des Angebots der Plattform zu verschaffen,
sämtliche Handlungs- und Bewegungsmöglichkeiten zu zeigen und die
möglichst uneingeschränkte Handlungsfreiheit zu gewähren.

     
   

Die Besucher einer Website sind eigentlich immer auf der Suche nach bestimmten Informationen. Je schneller und einfacher sie an ihr Ziel gelangen, desto zufriedener sind sie und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dieser Site weiter lesen oder sogar später wieder zurückkehren. Geeignete Navigationselemente tragen zu einem großen Teil zum Erfolg einer Website bei. 

     
   

Zunächst besteht ein Hypertext aus einer großen Menge von Text, Knoten und Links. Diese gerichteten Links verknüpfen die Texte untereinander über die Knoten. Diese Hypertextstruktur enthält Zusatzinformationen zu Typen von Knoten und Links, die für den Benutzer unsichtbar im Code der einzelnen Seiten als Meta-Tags versteckt sind. In sauberem HTML ist die Navigation ein Teil der Hyptertextstruktur. Daher ist es in den HTML-Dokumenten nicht möglich, die Navigation von der Struktur zu separieren und beispielsweise auszulagern. Einen problematischen Ausweg stellt die Anwendung von Frames dar.

     
   

Im Navigationsdesign werden die erforderlichen Navigationsstrukturen der Hypermedia-Anwendung definiert, am besten über ein geeignetes Entity-Relationship Modell der Textstrukturen. Dabei ist die Auslagerung von Personendaten und Sachbeschreibungen in Glossare und/oder Monographien vorzunehmen. Das verbessert den Lesefluss beträchtlich und hebt die Begriffe deutlich hervor.

     
   

Es gibt eine Reihe erprobter Navigationsformen, die auf einer Plattform nebeneinander verwendet werden können.

     
   

Menüs

   

Menüs und die anderen Navigationselementen auf einer Site sind aus Links aufgebaut und müssen klar als solche erkennbar sein.

Menüs sind meist Teil des Kopfes oder am linken Rand einer Site. Ein eher ungewöhnlicher Platz ist der rechte Rand. Ein Mini-Menü am Seitenende platziert, kann zur Vereinfachung der Navigation innerhalb der Site dienen.

     
   

Navigationsleiste: Sammlung von Links am (meist linken) Rand der Site.
Vorteile: Standardposition für die Navigation und jeder Anfänger weiß, dass hier die Navigation platziert ist.
Nachteile: keine.

Kopfzeile: Sammlung von Links im Kopfbereich der Site.
Vorteile: Standardposition für die Navigation und jeder Anfänger weiß, dass hier die Navigation platziert ist.
Nachteile: keine.

Fußzeile: Links am Fuß jeder Seite, zu den wichtigsten Standardelementen.
Vorteile: Bei längeren Sites zur Orientierung.
Nachteile: keine.

Pulldown-Menü: Platz sparende Rubrik-Navigation für vorwiegend erfahrene Besucher.
Vorteile: Für Sites mit tiefen Informationsstrukturen sinnvoll. Sehr übersichtlich für Stammgäste.
Nachteile: Keine vernünftige HTML-Lösung möglich, daher nicht standardisierbar.

Geführten Tour: Spezielles Menü, die den Benutzer durch eine Folge zusammenhängende Kapitel führt.
Vorteile: Das Weiterlesen wird vereinfacht und gleicht dem Umblättern bei einem Buch.
Nachteile: funktioniert nur bei linearer Informationsabfolge.

     
   

Content

   

Weiterführende Links gehören homogen in den Text eingebettet und müssen dort auch eindeutig als Verzweigungsmöglichkeit erkennbar sein. Sie müssen auch beim raschen Überfliegen der Site als Links wahrgenommen werden können.

     
   

Content-Links: Links innerhalb eines Textes, die von einem bestimmten Wort oder einer Wortgruppe ausgehen.
Vorteile: Die Baumstruktur der Menüs wird aufgelöst. Direktes Verzweigen zu weiter führenden Informationen. Optisches Hervorheben eines Begriffes.
Nachteile: keine.

Headline-Links: ähnlich wie Content-Links zumeist bei Nachrichtensektionen am Ende des Teasers mit der Metapgher "more...".
Vorteile: Übersichtliche Zusammenfassung großer Informationsmengen über Teaser in einer eigenen Übersichtssite.
Nachteile: keine.

     
   

Orientierungshilfen

   

Sitemaps, News und Suchmasken sind auch für große Informationsangebote im Netz die beste Navigationshilfe. So können sich die Besucher einen Überblick über das Gesamtprogramm machen und direkt die gewünschten Sites aufrufen.

Aufreibende Umwege und unnötige Klicks werden vermieden, weniger Mauswege bringen weniger Mauskilometer. Die Informationen einer Site können nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn sie nicht Mauskilometer vom Besucher entfernt sind.

     
   

Sitemap oder Map: Übersicht über alle Sites eines Informationsangebots - sozusagen der Stadtplan der Website, um sich schnell und effizient zurechtfinden zu können.
Vorteile: Nur so kann jede Site auf einfache Weise dem Benutzer auch wirklich zugänglich gemacht werden.
Nachteile: keine.

News: Die neuesten Beiträge sind hier in der Reihenfolge ihres Erscheinens angeführt.
Vorteile: Neue Themen werden beworben. Stammgäste können sofort zu den Neuerungen gelangen.
Nachteile: keine.

Suchmaske: Eingabefeld für die Volltextsuche, meist auch im Kopf der Seite.
Vorteile: Bei sehr großen Informationsmengen sehr praktisch.
Nachteile: Aufwendige Implementierung. Bei kleinem und mittlerem Informationsumfang unbrauchbar.

Eingangstunnel: Bei großen Informationsangeboten kann dem Besuchern bei der Orientierung einen Eingangstunnel bauen, das ist eine Site die vor die eigentlichen Inhalte geschaltet wird und erklärende Einleitungstexte mit Links zu den Untersites enthält.

Tiefennavigation: hierarchischer Pfad zur aktuellen Seite als Textlink unter der Kopfgrafik als Information zur aktuellen Lage im Informationsraum. Nach dem Märchen von Hänsel und Gretel auch als Brotkrumen bezeichnet.
Vorteile: Nur für Sites mit tiefen Informationsstrukturen sinnvoll. Der eingeschlagene Informationspfad ist jederzeit sichtbar.
Nachteile: Der Informationsumfang wird fälschlich als dürr und winzig wahrgenommen.

     
   

Methoden

   

Framesets in professionellen Internetauftritten muss man ablehnen. Unglücklicherweise sind die Frames nicht sinnvoll in das HTML-Konzept und die Praxis der Suchmaschinen integrierbar.

     
   

HTML: Jeder puristische HTML-Link zeigt den Inhalt der verknüpften Site im gesamten Browserfenster.
Vorteile: Systemkonformer Teil des HTML Konzepts. Nachteile: Aufwendiger als Frames.

Frames: Der Frame-Link zeigt den Inhalt der verknüpften Site in einem bestimmten Bereich des Browserfensters.
Vorteile: Einfach zu implementieren und zu warten. Besondere Darstellungseffekte sind möglich.
Nachteile: Frames sind die nicht sinnvoll in das HTML-Konzept und die Praxis der Suchmaschinen integrierbar. Sie verhindern, dass Sites durch Suchmaschinen ordnungsgemäß zu erreichen sind.

     
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