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Ergonomie der Quellcodes
FarbkomprimierungKonsistenz und Disziplin beim Aufbau von Homepages sind ebenso wichtig wie das Fingerspitzengefühl und das technische Know-how des Designers. Die Ergonomie bei der Erstellung des Programmcodes ist ein entscheidender Kostenfaktor bei der Entwicklung von Internetauftritten.

 

 

Vieraugenregel | Informationsverschmutzung | Code-Ergonomie | Navigation

Code-Ergonomie

   

Programmfehler
Leserlichkeit
CSS
Konsistenz
Darstellbarkeit

 

Der innere Aufbau eine Website bleibt dem Benutzer zwar verborgen, doch ist er wesentlich für den Kostenfaktor bei der Entwicklung und der Pflege, ebenso für die Portabilität und die Lebensdauer einer Site.

Dabei kommt es auf die Auswahl der Sprachelemente ebenso an wie auf die Gliederung der Programmzeilen in Abschnitte und Modulen. Wildwuchs erzeugt ein Gestrüpp von  Statements, das nicht mehr entwirrt werden kann. Die Folgekosten bei der Pflege können auch bei HTML-Projekten die Entwicklungskosten bei Weitem übersteigen.

     
     
    Die Ergonomie des Codes eines WWW-Informationssystems ist von entscheidender Bedeutung für die Nachhaltigkeit des Erfolgs der Investition. Dabei geht es eher um die Gestaltung des Codes von Informationssystemen im WWW, weniger um den WWW-Server, der Kommunikationstechnik oder der Aussage von Websites.
     

Neu

 

Programmfehler

     
    Programmfehler sind unvermeidbar, wie jedes technische Produkt hat auch Software Mängel, die prinzipiell nicht behebbar sind. Je komplexer die Programme sind, desto eher kommt es daher auch zum Absturz. Experten empfehlen daher einen intelligenteren Umgang mit Programmfehlern. Hier gilt der alte Leitsatz: "Vorbeugen ist besser als Heilen". Also z.B. öfter Daten zwischendurch sichern und nicht alle Daten beim nächsten (programmierten) Absturz verlieren.

Tausend Softwareentwickler zerbrechen sich seit Jahren den Kopf, wie man Programmfehler vermeiden könnte, bislang ohne durchschlagenden Erfolg, denn moderne Systeme sind einfach zu komplex, um jede Fehlerquelle beim Testen und auch bei Normalbetrieb erkennen zu können.

Jeder kennt das heute das Grundproblem der Fehlerhaftigkeit von Software vom eigenen PC: Betriebssysteme und Applikationen werden immer umfangreicher, ständig werden sie erweitert und durch allerlei Daten und Programmteile aus dem Netz ergänzt. Dadurch steigt unweigerlich steigt nicht nur die Komplexität, sondern auch die Anzahl der möglichen Fehler.

Früher berechnete man die Zuverlässigkeit eines Programms in der Maßeinheit "Fehler pro 1000 Zeilen Programmcode". Für gewöhnliche Applikationen liegt dieser Wert unter fünf. In sicherheitsrelevanten Bereichen wie Medizin, Luftfahrt und Militär wird sie durch besondere Sorgfalt, Entwicklungs- und Testmethoden auf unter eins gedrückt. Die noch verbleibenden Fehler zu eliminieren ist schlichtweg unmöglich.

Das Problem ist nun: Moderne Betriebssysteme wie Windows umfassen rund 40 Millionen Zeilen Programmcode, was ausgedruckt 300 Büchern entsprechen würde. Die Fehlersammlung allein würde davon über 10 Bücher umfassen und mit jedem Update weiter wachsen.

Die wirtschaftlichen Schäden, die durch fehlerhafte Software verursacht werden, sind immens. dazu kommen noch die Kosten für die unsachgemäße Anwendung.

Als Gegenmittel hilft nur ein grundlegender Ansatz, den man allen technischen Erzeugnissen gegenüber haben muss: Da man Computer- und Bedienungsfehler nicht ausmerzen kann, muss man sie als Tatsache akzeptieren und lernen, mit ihnen umzugehen.

Schadensbegrenzung statt Fehlervermeidung heißt das Prinzip "Absturz orientierter Programme". Ein Programm wird in möglichst viele exakt begrenzte Komponenten unterteilt, die durch digitale Scotts voneinander getrennt sind. Tritt nun in einer der Komponenten ein Fehler auf, wird lediglich sie selbst neu gestartet - ohne gleich das ganze System mit in den Absturz zu reißen.

Fehler gelten dadurch nicht mehr als katastrophale Ausnahme, sondern als impliziter Regelfall. Die Benutzer bekommen vom laufenden Stolpern und Aufrappeln des Systems gar nichts mehr mit.

     
   

Leserlichkeit des Codes

 

     
    Die Leserlichkeit eines Programmcodes spielt eine große Rolle, auch für Insider. Für Außenstehende sieht das Schriftbild von Programmen aus, als hätte jemand ein Gürteltier über weißes Papier gerollt. Insider aber können die Programmzeilen lesen und sich dadurch in ein Programm einarbeiten und es anpassen. Andernfalls ist die Fehlersuche und die Pflege durch Andere so gut wie unmöglich.

Die Programmierung wird durch ihre Methode charakterisiert, z.B. strukturiert, funktional, Objekt orientiert oder leider vielfach auch chaotisch.

Um die notwendige Pflege und Weiterentwicklung eines Programms zu gewährleisten, werden bei der Entwicklung verschiedene Methoden angewandt. Dazu gehören das Objekt orientierte Design und die Objekt orientierte, verbunden mit der strukturierten Programmierung.

Die Objekt orientierte Programmierung ist eine spezielle Methode zur Entwicklung von Software. Bei der Objekt orientierten Programmierung werden logisch zusammengehörige Programmteile als so genannten Objekte erstellt, die miteinander verknüpft das Programm ergeben. Dabei ist es egal, ob das Objekt aus nur einer Programmzeile besteht oder ob es sich um ein Programm oder eine komplette Anwendung (wie etwa Word) handelt.

Die strukturierte Programmierung ist ein Programmierstil, mit dem Programme hierarchisch strukturiert erstellt werden können. Das Ergebnis ist die einfache Lesbarkeit und die einfache Überarbeitungsmöglichkeit. Ein Programmierstil, der Programme hervorbringt, die sich durch einen sauberen Ablauf, klares Design und einen hohen Grad von Modularität oder hierarchischem Aufbau auszeichnen.

Normierte, Objekt orientierte und strukturierte Programmierung funktionieren auch bei HTML. Bei dieser Sprache basieren Objekt orientierte Ansätze und strukturierte Programmierung auf der sinnvollen Anwendung von DIV-Klassen und -Datentypen, CSS Strukturen und JavaScript Funktionen.

     
   

CSS - Cascading Style Sheets

 

     
    Cascading Stylesheets (CSS) ist eine Ergänzungssprache, die sich nahtlos in HTML einklinkt und das beliebige Formatieren einzelner HTML-Elemente erlaubt. Mit CSS können man etwa das Aussehen von Überschriften festlegen, genauso gut aber auch für einen x-beliebigen Text. CSS enthält Sprachelemente zum punktgenauen platzieren von Elementen am Bildschirm und bereitet Inhalte für Ausgabemedien wie Drucker oder Audio-Systeme auf.

Cascading Style Sheets erlauben es, das Erscheinungsbild von HTML und damit das Aussehen von HTML-Seiten genauer zu spezifizieren.

CSS erlaubt die zentrale Definition von Formaten, beispielsweise für alle Überschriften oder für alle Textabsätze mit einem bestimmten Klassennamen, oder für kleinere Texte, der innerhalb einer Tabellenzelle vorkommt. Das ermöglicht die einheitliche Formatvorgaben und der HTML-Code wird entsprechend der Objekt orientierten Programmierung von unnötigem Ballast befreit.

CSS ist wie HTML eine offen dokumentierte und vom W3-Konsortium standardisierte Sprache, die Sie frei und ohne Lizenzprobleme verwenden können.

Durch die Anwendung von CSS wird Barrierefreiheit in einer besonderen Form ermöglicht.

JavaScript bietet weiter Möglichkeiten zu Seitengestaltung und zur Navigation. JavaScript ist eine Programmiersprache mit der einer Site aktive Elemente hinzugefügt werden können. Kommt es zu Inkompatibilitäten mit dem Browser, so wird dem Benutzer in der Regel eine Fehlermeldung angezeigt und das Programm funktioniert nicht.

     
   

Konsistenz der Oberfläche

 

     
    Ebenso wie herkömmliche Informationssysteme, soll auch ein WWW-System eine einheitliche Oberfläche und ein einheitliches Informationsdesign bieten. Zum einen gehört eine konsistente Oberfläche zu den Gestaltungsgrundsätzen für einfach zu benutzende Systeme, entsprechende Normen sind in der ISO 9241-10 festgelegt.

Durch konsistente Oberflächen wird dem Benutzern ermöglicht, die Navigation effektiver einzusetzen und schneller auf die Informationen zuzugreifen. Wenn sich Navigationselemente und Informationsinhalte überall in der gleichen Form darstellen, können sich Besucher schneller und sicherer orientieren. Durch ein einheitlich gestaltetes Design erkennen Benutzer einfach, welche Dokumente zu einem Anbieter gehören und wann sie auf eine Seite einer anderen WWW-Site zugreifen sollen.

Die typischen äußeren Merkmale der Corporate Identity müssen auch bei der Entwicklung des WWW-Sites berücksichtigen. Besondere Bedeutung hat hier vor allem der einheitlich gestaltete Seitenkopf, denn der erscheint ja jedes Mal am Bildschirm, wenn eine neue Site aufgeklappt wird und der Besucher sieht hier zuerst hin. Ebenso wie an einem gut gestalteten Briefkopf, kann man so den "Absender" mit einem Blick erkennen.

Hypertext-Projekte von müssen genauso wie bei der Softwareentwicklung, einheitlich koordiniert werden, damit nicht jeder seine Kreativität ausleben kann und ein Ergebnis als konsistentes Ganzes entsteht.

     
    Empfehlungen zur Konsistenz
     
   

Um die notwendige Konsistenz eines Internetauftritts zu erreichen, gibt es einige Ansätze zu beachten:

Bedienungselemente vereinheitlichen

Hilfen zur zentralen Navigation müssen konsequent angeboten werden und immer an der gleichen Stelle jeder Seite zu finden sein. Allen voran die Navigation für "Home", "Map" und "News". Dadurch wird die Bedienung entscheidend erleichtert.

Die Verwendung eines Logos

Sehr gut für die Darstellung einer Corporate Identity sind Logos oder Banner geeignet. Menschen denken in Bildern und können einfache Grafiken unglaublich schnell und sicher wieder erkennen. Firmen haben die Wichtigkeit eines einprägsamen Logos als Erkennungssymbol längst realisiert und geben nicht selten große Summen für das Design aus.

Den Stil wahren

Typographie und Farbwahl (Designer sprechen von der "Farbwelt") sollten auf allen Seiten des WWW-Auftritts einheitlich sein, um beim Besucher einen homogenen Eindruck zu hinterlassen, der es ihm ermöglich eine spezielle Site wieder zu erkennen.

     
    Empfehlungen zur Unterscheidung
     
   

Um die notwendige Unterscheidbarkeit eines Internetauftritts zu erreichen, gibt es einige Ansätze zu beachten:

Homepages sollten unterscheidbar sein

Wird über mehrere Themengruppen einer Organisation hinweg ein absolut gleichförmiges Aussehen bewahrt, so kann das dazu führen, dass Benutzer die Sites verwechseln. Fast identische Layouts von Homepages führen dazu, dass einige Benutzer irritiert sind und verschiedene Homepage für die einer einzigen Themengruppe halten.

Auffallen ist gefragt

Das WWW zeichnet sich vor allem durch seine Individualität aus. Wenn man Aufmerksamkeit erlangen will, so kann man mit kompetenten Inhalten oder mit ungewöhnlichem Design auffallen.

     
   

Darstellbarkeit

 

     
    Eines der Ziele des WWW ist es, ein plattformunabhängiges Informationssystem zu schaffen, das den Wissensaustausch zwischen Personen verbessert. Der Informationsaustausch ist durch das WWW ohne Frage in vielen Bereichen verbessert worden, das Ziel der Plattformunabhängigkeit kann aber nur teilweise erreicht werden. Obwohl WWW-Clients inzwischen für alle gebräuchlichen Plattformen erhältlich sind und WWW-Dokumente beispielsweise durch die Kodierung landes- und systemspezifischer Zeichen nicht an bestimmte Systemformate gebunden sind, unterscheidet sich die technische Darstellbarkeit vieler Dokumente je nach Plattform erheblich. Ihr Aussehen wird stark vom verwendeten Client und vom Computersystem beeinflusst.

Die Ursache hierfür liegt in den Sprachen, mit denen WWW-Dokumente erstellt werden. Dies ist zum einen HTML, das die Text-Struktur und -Inhalt einer Seite beschreibt, nicht aber das genaue Layout. So ist die Darstellungsweise nicht eindeutig und unterliegt bei den verschieden Textgrößen der Interpretation des verwendeten Browsers. Dieses Problem kann durch die Cascading Style Sheets (CSS) behoben werden, durch Definitionen können das Aussehen, das Format und die Positionierung von beliebigen HTML-Elementen eindeutig definiert werden.

     
    Da die Sites eines WWW-Auftritts nicht für den Autor selbst erstellt werden, sondern für die Besucher im Internet, muss getestet werden, wie die Seiten auf anderen Plattformen zu verwenden sind. Dabei sollten nicht nur unterschiedliche Browser, sondern auch unterschiedliche Hardware-Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Bemerkenswerte Unterschiede gibt es etwa in der Darstellung von Grafiken, da die Fähigkeiten der Hardware stark differieren können. Die Anzahl der dargestellten Farben reicht von Monochrom bis zu Millionen Farben, darüber hinaus kann Auflösung der Grafikkarten und Bildschirme ist ebenfalls stark unterschiedlich sein. Monitore und LCD-Bildschirme haben meist einen Farbstich und stellen Farben oft sehr unterschiedlich dar. So passiert es leicht, dass Dokumente auf dem PC des Webdesigners sehr gut aussehen, aber auf einem anderen Rechner schlecht erkennbar sind. Gerade im Zusammenhang mit den immer beliebter werdenden mobilen Geräten wird dieses Problem wieder aktuell.

     
     
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