Home | News | Map | Links | ©   Philosophie | Design | Farbe | Kitsch | Aufgaben | Leistungen | Zen & Design
Kitsch
Medienästhetik
Mediendesign
Medienkitsch
Medienfehler
Medienmethodik
Medienkreation
 

Medienmethodik
Nach dem Umbruch in der Technologie der Medien am Ende des 20. Jahrhunderts bieten sich viele bisher nie da gewesene Möglichkeiten Design über elektronische Medien anzubieten. 

Hier einige Bemerkungen zu den verwendeten Technologien.

Digitale Textbearbeitung
Digitale Bildbearbeitung
Digitale Fotografie

 

Wir beschäftigen uns mit dem Einsatz zeitgemäßer Technik in der digitalen Textverarbeitung, der elektronischen Bildbearbeitung, der digitalen Fotografie und der Internettechnologie.

     
     
    Digitale Textbearbeitung
     
   

Die Darstellung der Texte auf Internetsites wird auf Basis der HTML-Technlogie durchgeführt, mit der die Einzelinformation stückweise miteinender verknüpft werden können.

Hypertext ist dynamisierter Text, in dem Textteile strukturiert und durch Hyperlinks miteinander verbunden sind. Üblicherweise bewegt sich der Leser im Text-Raum-Kontinuum per Mausklick in der aus mehreren Ebenen und Teilen bestehenden Textstruktur. Gegenüber einem linearen, im Buchdruck verwendeten Text ermöglicht Hypertext eine netzwerkartige Anordnung von Textteilen, deren Verknüpfung frei definiert werden kann, ebenso frei können Hyperlinks verwendet werden, sodass sich die Linearität des Textes auflöst. Dies bringt weitreichende Veränderungen des literarischen Textes mit sich. Das Setzen von Text und Hyperlinks ermöglicht dem Autor den Satz von Textanschlüssen, die vom Leser genutzt werden können.

Eine Internetseite ist ein Textfile, der aus dem eigentlichen Textinhalt, verbunden mit den HTML-Steuerbefehlen, besteht. Die Darstellung der einzelnen Komponenten einer Seite (Text, Verknüpfungen, Formatierung, Bilder, Musik, Videos, etc.) wird durch den Web-Browser dargestellt.

Digitale Literatur ist eine Darstellungsmethode von Texten in Verbindung mit dem Computer, die Verbreitung dieser Literatur erfolgt meist über das Internet. Die mediale Grundlage ist die Darstellung der digitalen Information aus einem elektronischen Speichermedium auf einer Präsentationsschicht, dem Browser. Die Abgrenzung zur Printliteratur in Zeitschriften oder Büchern oder eines Hörspiels im Radio ist deutlich. Digitale Literatur meint ein Schriftgut, das medienspezifisch auf den sich laufend erweiternden technischen Möglichkeiten des Computers aufbaut

     
    Digitale Bildbearbeitung
     
   

Das Internet als Textwüste - das war einmal. Heute kann kaum eine Website auf Grafiken verzichten. Für die Bildbearbeitung gibt einige wirklich leistungsstarke Grafikpakete zur Bildbearbeitung.

Corel Photo Paint ist ein bewährtes Bildbearbeitungsprogramm mit großem Funktionsumfang und soll hier als Beispiel stehen. Mit diesem Programm kann man Bilder professionell erstellen, nachbearbeiten und den jeweiligen Darstellungsergebnissen anpassen. Ich bearbeite mit diesem Programm all meine Digitalfotos und erstelle damit Grafiken.

Im modernen Design geht es auch um die professionelle Überführung traditioneller Dokumente in digitale Medien. Viele Informationen liegen immer noch in Form traditioneller Darstellungsmedien (Bücher, Prospekte, Fotografien, Einzeldokumente) vor. Um diese traditionellen Vorlagen als Forschungsgrundlage bzw. zur Dekoration von HTML-Texten im Rahmen einer Computer gestützten Bearbeitung zugänglich zu machen, ist ihre Überführung in digitale Form unabdingbar.

Die Qualität insbesondere historischer Quellen durch Vergilbungen, Stockflecke, Risse und Brüche des Papiers stark gemindert. Zum Teil ist ihre Verwendung erst nach aufwendigen Retuschierungen und Kontrastbearbeitung möglich. Die verschiedenen Techniken der Bildbearbeitung zu Retusche und Korrektur bieten effektive Möglichkeiten zur Aufbereitung, Manipulation und qualitativen Aufwertung der gescannten Vorlagen.

Nach der Aufnahme hat man noch erheblichen Einfluss auf die Bildqualität durch Änderung von Helligkeit, Kontrast, Farben, etc. Größenänderungen und Ausschnitte können ebenfalls leicht hergestellt werden und das ohne teuer ausgestatteter Dunkelkammer

Es bedarf allerdings einiger Übung, Geduld und Zeit, bis man die Funktionen nur halbwegs unter Kontrolle hat. Selbst heute, nachdem ich bereits seit Jahren mit verschiedenen Corel-Versionen arbeite, habe ich noch lange nicht alle Funktionen herausgefunden, geschweige denn ausgereizt.

Neben der Bildbearbeitung und der Bildmanipulation sind mit Photo Paint auch Effekte, insbesondere für Schriften möglich. Man kann Schriften in 3D in Glas, Blei, Schatten, verschiedenen Lichtquellen etc. darstellen.

Bei dem Versuch, alle Funktionen zu einzusetzen, verzettelt man sich, da man dann vom Hundertsten ins Tausendste kommt.

Der Preis für die jeweils neueste Vollversion ist gesalzen und liegt bei stolzen 700 Euro. Die drei Jahre alte Classic Version ist aber bereits für 10 % des Vollpreises zu haben, so dass es vorteilhaft ist, sich eine alte Vollversion für wenig Geld zuzulegen und erst wenn es wirklich nötig wird das aktuelle Update zu kaufen.

     
    Digitale Fotografie
     
   

Die digitale Fototechnik holt mehr Realität in die Bilder. In der Fotografie hat sich eben eine Zeitenwende vollzogen: Die digitale Fototechnik löst die Chemie ab. Der Beruf des Fotolaboranten stirbt aus. Die Art, wie Menschen Bilder machen, ändert sich, nicht so grundlegend wie der Übergang von der Malerei zur Fotografie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - aber immerhin.

Den Fotolaboranten ersetzt nun ein perfektes und allzeit williges Bildbearbeitungsprogramm. Kontraste heraus arbeiten, schwammige Konturen zeichnen, Belichtungsprobleme eliminieren, Farbstellungen verändern, blasse Flächen mit Farben sättigen, unerwünschte Objekte wegradieren, Bildausschnitte erzeugen: der Fotograf hat nun selbst die totale Kontrolle über jedes Bild.

Es zählt nicht mehr alleine der "entscheidende Moment", wie der französische Meisterfotograf Henri Cartier-Bresson jenen magischen Sekundenbruchteil nennt, in dem der Fotograf eine Szene für die Ewigkeit gefriert. Ab nun zählt wieder die Kreativität der abschließenden Gestaltung des geknipsten Bildes durch den Fotografen. Die Digitaltechnik verändert gründlich die Art, wie Menschen Bilder knipsen, gestalten, ausarbeiten, ansehen und ablegen können.

Wie ein Maler kann der der Fotokünstler die Bilder sofort am Bildschirm sehen, das gibt ihm das Bewusstsein, ohne fremde Hilfe kreativ sein zu können, auch wenn es nur die Sonnenuntergänge aus dem letzen Urlaub sind.

So wie jede Hinterhof-Band mit Hilfe digitaler Mischtechnik eine CD aufnehmen, wie jeder Hobbyliterat mit einem Textprogramm einen Perfekten Schriftsatz (ganz ohne Setzerei) erzielen kann und wie damit jedermann perfekte Serienbriefe oder Visitkarten (ganz ohne Druckerei) herstellen kann, so macht die Digitaltechnik jetzt jeden Fotografen auch zu seinem eigenen Fotolaboranten. Endlich ist Fotografie und Ausarbeitung wieder in einer Hand. Alles in Allem eine überaus erstaunliche Demokratisierung einstigen Spezialistentums.

Der Wandel von Silberhalogenid zu Pixelelektronik befreit die Bilder endgültig aus dem Rotlichtmilieu der Dunkelkammer und befördert sie in all ihrer Buntheit und Leuchtkraft auf den Monitor. Das Schwirren von Elektronen in Chips ersetzt die komplexe Chemie von Film, Fotopapier, Entwickler, Stoppbad und Fixierer. Doch Stoppbad und Fixierer wirken nur eine Weile, denn der chemische Prozess der Zerstörung der Farben Fototräger läuft Jahr für Jahr unumkehrbar weiter, bis das Bild kaum mehr wieder zu erkennen ist.

     
   

Von Fotografen, die noch immer nicht mit der digitalen Technologie vertraut sind, geht das Märchen von der Bedeutung der optimalen Optik für die Bildqualität, auch bei der digitalen Technologie aus.

Digitale Kameras nehmen die Bilder mit einem Sensor-Chip auf, der digitalen Einheit zur Bildaufnahme (der CCD-Sensor oder CCD-Chip). Jedes Bildmotiv wird in Millionen von Bildpunkten (Pixel) zerlegt. Die Anzahl der Pixel bestimmt die Auflösung und ist damit wichtig für die Qualität der Bilder. Denn nicht mehr die Glasoptik entscheidet über die Qualität der Aufnahmen, sondern die elektronische Optik. Dabei geht es vor allem um den Sensor-Chip, der heute noch mit Abstand das Teuerste an so einer Kamera ist, außerdem ist er fast ausschließlich für die Qualität der Bilder (und auch für den Preis der Kamera) verantwortlich. Die Qualität der Glasoptik ist zwar auch bei Digitalkameras immer noch wichtig, hat aber nicht mehr die gleiche Bedeutung wie für die chemische Technologie. Daher haben auch die alten Glasbergwerke vor der Bildebene einer Digitalkamera kaum mehr Berechtigung und sind überflüssig wie ein Kutschen-Trittbrett bei einem Auto.

Bei der modernen Fotografie muss man beachten, dass bei der Digitalkamera der Fotoapparat und der Film (hier der CCD-Chip) sozusagen fest miteinander verbunden sind. Man kann also nicht mehr in seine "Nikon" einen "Kodak" einlegen, sondern sich eben nur für (z.B.) eine Olympus entscheiden.

Bei der digitalen Fotografie gibt es kaum noch Probleme mit der Tiefenschärfe. Bedingt durch den Aufbau der Digitalkameras sind die Brennweiten kürzer. Von der Nasenspitze bis zum Horizont nicht ein einziges unscharfes Fleckchen, kein Mysterium nur objektives Bild, jede Kontur wie ausgestanzt.

Dazu kommt noch die fast unglaubliche Lichtstärke - nicht etwa die des Objektivs, sondern die der digitalen Einheit zur Bildaufnahme. Dadurch kann etwa in Innenräumen und sogar in vielen Kirchen ohne Stativ, direkt aus der Hand ohne Qualitätsverlust, fotografiert werden.

Darüber hinaus haben die Pixel-Bilder fliegen gelernt und können in Sekundenbruchteilen durch Glasfaserkabel und über Mobilfunknetze von Kontinent zu Kontinent flutschen. Kein Fest, keine Ausstellung, kein Ausflug, ohne dass die Digitalbilder des Gelegenheits-Paparazzo am nächsten Tag als neues Fotoalbum auf einer Website stehen oder über CD verteilt werden. Nachdem der Fotoreporter mit der Bearbeitungssoftware die Bilder gedreht, beschnitten, die Belichtung korrigiert die rot geblitzten Augen blau gemacht und die Bilder archiviert hat.

Zusätzlich spielt die digitale Bearbeitung der Aufnahmen eine zentrale Rolle. Die Erstellung von Ausschnitten und die Korrektur der Belichtung und Farbwerte sind nur die wichtigsten Methoden der Bildbearbeitung, die man nun endlich selbst durchführen kann und nicht mehr dem Fotostudio überlassen muss. Begriffe wie "Ausschnittvergrößerung" oder "Ausarbeitung" haben damit in der modernen Fotografie ausgedient. Sowie es das Korrekturband oder das Kohlepapier zwar bei Schreibmaschinen, nicht aber bei der digitalen Textverarbeitung gibt.

Und noch etwas für Digitalkameraneulinge: Beim Fotografieren mit Digitalkameras braucht man keine Pakete von Filmen, dafür aber zwei bis drei Akkupacks als Reserve.

Und noch etwas für alle, die erst irgendwann später auf Digitaltechnik umstellen wollen und sich auf das problemlose Einscannen verlassen: Der Qualitätsverlust beim "einscannen" von Fotos ist fatal, zumindest bei der Verwendung der üblichen Scanner. Die Fotos sehen dann meist aus, als wären sie mit einer selbst gebauten Lochkamera gemacht worden.

Die über chemische Fotografie gewonnenen Bilder machen bei der Vorbereitung für die elektronische Archivierung große Probleme. Das Scannen von Fotos oder Dias ist mit einem erheblichen Qualitätsverlust verbunden und das Ergebnis ist fast immer schlechter, als die Fotos der billigsten Markendigitalkamera.

     
Eine Initiative von Actoid   Top | Home | ©