Pfusch am Bau
   

Auch beim Bau einer Internetpräsentation gibt es Pfusch. Manchmal fallen diese Qualitätsmängel nur dem geschulten Blick eines Fachmanns auf, meist aber sind sie für jedermann offensichtlich.

 
   

 

Schlecht erkennbare Links, ein wüstes Gemisch verschiedener Schriften, Belästigungen durch unerwünschte Geräusche, Rechtschreibfehler, typgrafische Unzulänglichkeiten, längst abgelaufene Ankündigungen, leere Seite mit und ohne Baustellenzeichen, tote Links. Alles Todsünden gegen die Regeln des Corporate Design.

   

Ein verunglückter Internetauftritt ist schlechter als gar keiner. Viel schlechter. Ein schlechtes Aushängeschild hilft weder dem Unternehmen noch dem Produkt.

 
     

Erfolgreiche Websites sind keine Frage des Glücks. Ohne Know-how, Ideen und Erfahrung wird es bei Web-Design und Umsetzung kaum gehen.

   

Kitsch und Design sind aber nicht immer unmittelbar diametral zu sehen. Es kann eine Site mit Belanglosigkeiten gefüllt und trotzdem perfekt gestaltet sein - so etwas hat natürlich keinerlei Sinn. Andererseits kann perfekte Information schlecht gestaltet dargeboten werden - so etwas macht natürlich keine Freude.

 
       
       
   

Traditionskitsch versus Computerkitsch

       
    Computerkitsch und Medienverunstaltung können viel schlimmer ausfallen als das, was man landläufig als Kitsch bezeichnet.    
      Traditioneller Kitsch stellt oft ernst gemeinte Inhalte in einer kindlich-unschuldigen Weise dar. Zu dieser Kategorien zählen religiöse Darstellungen ebenso wie die Darbietung von Überlieferung und Brauchtum.

Oft ist Kitsch auch der Schund der Trivialliteratur, vom Heimatroman und Krimi über den Arztroman bis zur Yellow-Press.

    Computerkitsch ist dagegen oft nur leerer Firlefanz und aufgesetzter Blödsinn. Nicht selten entbehrt eine Präsentation jeglichen Inhaltes und ist die stümperhafte Darstellung von beliebigem Klimbim und Krempel. Einfach Plunder und Gehudel zur Verunstaltung des Bildschirms.  
       
     
   

Web-Design-Gräuel

       
   

Früher gab es Schlafzimmerbilder mit röhrendem Hirsch, tanzenden Elfen und Jesus mit offenem Herzen.

Heute grassiert im Internet der Computer-Kitsch. Dieser Medienkitsch ist ein Alltagsphänomen an das man sich nicht so schnell gewöhnen kann, denn solche Seiten laden nicht gerade zum Verweilen ein.

   

Da sind einmal die so genannten Plug-In Webseiten mit Flash, Shockwave usw. die die meisten Besucher nerven. Diese wirren Bewegungen bewegen den dadurch verstörten Betrachter gleich wieder weiter zu klicken und die Site zu verlassen.

   

Dann gibt es blinkende Objekte, quer über den Bildschirm fliegende Texte oder Laufbänder die von der eigentlichen Information ablenken und verwirren, statt zu informieren.

 

    Flitzer, die kaum einer lesen kann

     

Schließlich gibt es auch noch Kontrastunterschiede und Hintergründe, die die Lesbarkeit so verschlechtern als hätte man plötzlich 10 Dioptrien mehr.

   

Der mündige Surfer lässt sich nicht so leicht übertölpeln und verlässt selbstverständlich miese Seiten sofort und sucht wo anders weiter nach den Dingen, die erbraucht.

Dem gelegentlichen Internet Benutzer ist das alles sowieso zu viel, auch der lässt sich keine Hörner aufsetzen.

     

Wer im Netz auf Straßenarbeiter, schwarzgelb quer gestreifte Balken, blinkende Verkehrsschilder und Warntafeln trifft, ist verärgert. Baustellen sind nicht nur im virtuellen Dasein ein Ärgernis.

       
       
     
   

Computerkitsch

     
   

Charakteristika von Kitsch in der Informatik bei der Gestaltung von Bedienoberflächen. Hier der Sündenkatalog, eingeteilt in die üblichen Kategorien des Netzkitsch. Es geht hier um die Angemessenheit der Information die im Design und den Bildern steckt.

   

 

 
Effekthascherei  

unnötige Animationen
nutzloser Pomp

    MENU bitte wählen
Home | New | Map |

       
   

 

 
Redundanz  

überflüssige Features
Symbole die keiner braucht
Bilder, die zieren, nicht informieren
Links, die nicht zum Thema passen

   

 

 
Reduktion der Komplexität

 

 

simplifizierte Bedienoberfläche für
komplexe Systeme

   

 

 
Klischeehaftigkeit

 

 

Abklatsch und Nachahmung von realen Gegenständen wie Telefon, CD-Player, Büroklammern, etc.

   

 

 
Illusion und Scheinwelt  

virtuelle Realitäten und
Scheinwelt als Hintergrundbild für die Navigation

   

 

 
Identifikation  

Skurrile Decknamen statt
klarer Benutzerkennungen
und
nicht zuordenbare Bildsymbole


Bärlibär


Froschifrosch