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Medienästhetik |
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Web-Design bemüht sich |
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Web-Kitsch dagegen ist die ambitionierte Präsentation des Bedeutungslosen |
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Web-Design erzeugt |
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Doch gibt es Regeln, wie man Internetseiten gestalten muss, dass Übersichtlichkeit, Steuerbarkeit und Lesbarkeit unterstützt werden. Ein gute Website zeichnet sich sich dadurch aus, dass die grafischen Gestaltungsmittel und die Texte auf das Wesentliche reduziert sind. Das schafft nicht nur eine bessere Übersicht sonder sichert auch kürzere Ladezeiten. |
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Es ist großartig, dass immer mehr Websites kleinere Bilder verwenden. Die aufgeblasenen Designs der Vergangenheit zu vermeiden, reduziert die Ladezeiten und steigert den Informationsgehalt. Es ist ebenfalls gut, wenn kleine Bilder auf den Sites zu größeren Bildern verlinken, so dass die Benutzer die Möglichkeit haben, das Bild im Detail zu betrachten. Auch wenn das Bild bloß 60*60 Pixel groß ist, lässt sich bei gut gemachten Ausschnitten klar erkennen, was vorgeht oder was gemeint ist. |
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Es geht bei den Betrachtungen über Medienästhetik um die Gestaltung in der digitalen Welt, eben um Bildschirmästhetik. Internet als Textwüste - das
ist lange her. Heute gibt es kaum eine Website die auf Grafiken verzicht. |
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Das heutige Darstellungsmedium ist der Bildschirm und gegebenenfalls auch der Lautsprecher. Der Bildschirminhalt bestimmt das sinnliche Erscheinungsbild der Information, die auf die Bildfläche projiziert wird. Räumliche Strukturierungsmittel wie Tabellen und Farbflächen werden eingesetzt um die Positionierung der Elemente einigermaßen festlegen zu können. |
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Neben den technischen Aspekten hat die Informationsdarstellung über den Bildschirm weitreichende Folgen ästhetischer Art. Das sequenzielle Aneinanderreihen größerer
Informationsmengen auf einer einzigen Site würde zu unübersichtlichem Scrollen führen.
Daher wird
eine modulare Zerlegung der Inhalte in einzelne
Kommunikationseinheiten durchgeführt. Auf gleiche Art erfolgt deren Darstellung am Bildschirm.
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Stilistisch bahnt sich bei der Zerlegung die Gefahr der Ästhetik einer Sitcom (mit einem Lacher oder Schluchzer alle 20 Sekunden) an. Lange Dialogstrecken oder ausgedehnte Szenen können von Gestaltungselementen unterbrochen und in eine Serie kleiner Module zerlegt werden. |
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Im Verein mit der oben erwähnten Sitcom-Ästhetik etabliert sich damit eine Dramaturgie wie beim Zappen durch die Fernsehkanäle. |
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Natürlich ist der Text-Spartanismus des klassischen Buchdrucks keine Alternative zu den Auftritten Netz, zumal er auch von deren prominenten Vertretern inzwischen mit Begriffen wie “print-dominated misconception” oder "Bleiwüste" disqualifiziert wird. Spezielle, an die Multimedialität des Internet, angepasste Schreibkonzepte, typografische Ausformungen und Layouts ersetzen die schlichten Konzepte des althergebrachten Buchdrucks. |
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Dem Betrachter von visuellen digitalen Kulturprodukten wird
unterstellt, dass er auf der Suche nach dem ungezügelten visuellen
Vergnügen ist, auf der Jagd nach dem
Ornamentalen und Dekorativen, nach Ausschmückungen, die Aufsehen
erregen und ihm den Atem rauben, nach den Nuancen des Theatereffekts und der
Virtuosität, nach dem Schauer des Schwindels und der Gesetzlichkeit des Wettbewerbs. |
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Diese Aufmerksamkeitsverschiebung in Richtung Oberflächeneffekte und vor allem der sich daraus ergebenden Faszination durch die Medienvielfalt ändert die Lese- und Betrachtungsgewohnheiten. Die Fülle des Materials und die Art und Weise der differenzierten Darstellung im Internet erschaffen einen neuen Formalismus. In diesem Spektakel der Möglichkeiten des Films und der Bilder werden Farbe, Bewegung, Perspektive, etc. unweigerlich in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. |
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Denn im Gegensatz zum Film, hat sich im Clip das Bild von seinen älteren Resten, von seinen Ansprüchen und Maskeraden befreit. Kategorien wie Information und Verantwortung stehen im Clip im Hintergrund und das Bild wird zum Selbstzweck. An die Stelle des Ringens um eine anschauliche Darstellung von Inhalten tritt der optische Effekt, welcher einzig um seiner Sichtbarkeit willen vorgeführt wird. |
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Die Ästhetik der Oberfläche vieler multimedialer Projekte wird durch das visuelle Vergnügen des Effekts bestimmt. In den meisten Fällen verfehlt die Optik die sachgerechte Darstellung der Inhalte über klare Texte und sachbezogene Abbildungen und wird zum Kitsch... |
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