Home | News | Map | Links | ©   Philosophie | Design | Farbe | Kitsch | Aufgaben | Leistungen | Zen & Design
Zen oder die Kunst ...
... das Web zu designen
... im Web zu surfen
... des Koan
... Interviews zu geben
 

Zen oder die Kunst
das Web zu designen
Za-Zen im Bezug zum Design von Neuen Medien. Hier einige Überlegungen über die Philosophie des Za-Zen aus der Sicht des Mediendesigners.

     
   

Ute Uttendorf interviewte zum Thema den Mediendesigner, Entwickler von Onlinemedien und Internetautor Achim von Achenlohe.

     
     
   

Herr von Achenlohe wie hängt Za-Zen und Mediendesign zusammen?

Ich beschäftige mich sowohl im Webmanagement als auch beim Corporate-Design, Online-Marketing und Industrie-Design und dem Zusammenhang von kreativer Tätigkeit mit der Philosophie des Za-Zen.

Meine Erfahrung sagt mir, dass Zen Basis der Kunst das Netz zu designen sein kann.

Zen kann aber auch die Kunst sein, durch das Netz zu surfen. Wenn man sich in die Weiten des Netzes begibt, gilt es dabei genügend Rätsel der Koans aufzulösen.

Woher kommt das World Wide Web?

1993 gilt als das das Geburtsjahr des World Wide Web im Internet. Tim Berner-Lee, später Direktor am MIT (Massachusetts Institute of Technology), gibt unter seinem damaliger Arbeitgeber CERN (Europäisches Labor für Teilchchenphysik in Genf) den von ihm entwickelten www-Standard zur kostenlosen Nutzung frei.

Noch im gleichen Jahr wird mit Mosaic am NCSA (National Center for Supercomputing Applications an der Universität von Illinois) der erste grafische Browser für das blutjunge Internet entwickelt und frei gegeben. Mosaic ist das Fundament der heutigen Browser Microsoft Internet Explorer und Netscape Navigator. Die erste Mosaic-Version läuft nur unter UNIX, Versionen für Windows und Mac folgen bereits Ende 1993. Die Universität verkauft schließlich die Lizenzrechte an Mosaic an die Firma Spyglass, die sie später an die Firma Microsoft als Entwicklungsbasis für den Internet Explorer weitergibt. Marc Andreessen, der leitende Entwickler von Mosaic, gründet schließlich mit einigen Kollegen die Firma Netscape.

Gab es im ersten Jahr gerade einmal 500 Websites, sind 10 Jahre später von jedem Ort der Welt aus zwölf Milliarden Sites im Zugriff. Weltweit verbringen hunderte Millionen Menschen im Internet täglich einen Teil ihrer Arbeits- oder Freizeit. Keine einzige technische Entwicklung hat jemals zuvor Kultur und Gesellschaft in so kurzer Zeit so radikal verändert.

Im Internet surfen, rasch ein paar Zeilen oder Fotos mailen, mit Freunden chatten oder Musik und Filme herunter laden - für Millionen Menschen ist das längst so selbstverständlich wie Autofahren oder Telefonieren. Und die Buchstaben "www" werden dabei weltweit so häufig getippt wie kein anderes Kürzel.

Mit den mobilen UMTS Breitband-Handys ist das World Wide Web nun endgültig zum überall verfügbaren Medium geworden.

Web und Design - wie gehört das zusammen?

Web und Design stehen in wechselweiser Anhängigkeit, denn das Netz ist voller Gestaltungselemente, ganz gleich ob diese nun von einem professionellen Mediendesigner stammen oder läppische Erstlingsarbeiten sind.

Vile Sites wurden mit Bedacht entwickelt und platziert, manche dagegen scheinen sich einfach nur im Netz verfangen zu haben.

Die "Neuen Medien" bieten zusammen mit den Möglichkeiten des Kommunikationsdesigns eine echte Chance und bisher nie da gewesene Möglichkeiten, gut gestaltete Information mit einer bisher nicht gekannten Reichweite anzubieten. Mehr über den Zusammenhang von Web und Design...

Sind Computer Medien?

An dieser Aussage zweifelt wohl niemand. Medien sind erst einmal Verbindungsmittel bzw. Kommunikationskanäle, die Kontinuitäten herstellen können.

Computer vereinigt beide Eigenschaften, denn sie können miteinander über Netzwerken verbunden werden, in denen sich Daten austauschen lassen und sie können so verschiedenen Objekte wie Texte, Bilder, Zeichnungen, Animationen, Sprache, Filme oder Musik darstellen. Von diesem Maschinentyp können gemeinsame digitale Formaten wie HTML, JPG, MPG, etc., verarbeitet werden. Deshalb integriert bzw. vereinnahmt der Computer nahezu alle bisherigen Medien und kann darum als erstes wirklich universelles Medium bezeichnet werden.

Ursprünglich waren die technischen Kommunikationsmedien beschränkt auf Printmedien der Tagespresse und des Verlagswesen sowie Telegrafie und Telephonie, später dann Kino, Radio und Fernsehen.

Immer wieder waren Techniker und Kulturoptimisten fasziniert von der gesellschaftlichen Wirkung, die sie der jeweils neusten Medientechnologie zuschreiben konnten. Das Öffnen von gesellschaftlichen Grenzen wurden immer mit Fortschrittlichkeit gleichgesetzt. So war auch in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit den zum WWW verbundenen Computern die Krönung der weltweit integrierenden Wirkung der neuen Leittechnologie.

Der Gebrauch des Computers als Medium mit seiner integrierende Wirkung führt inzwischen zu einem Verwischen von kulturell etablierten Grenzen: Nach den Klassengrenzen, die bereits durchlässiger geworden sind (trotz der bestehen bleibender Unterschiede!), geraten nun die gesellschaftlichen Grenzen zwischen verschiedenen Berufs- oder Gesellschaftsgruppen in den Wirkungsradius der neuen Medien.

Herr von Achenlohe, wie haben Sie denn zum Computer gefunden?

Ich habe Ende der 1960-er Jahre eine IBM 1130 mit Lochkarten zu programmieren gelernt, auf diesen Karten hat man jedes Bits einzeln sehen können. Ich hatte damals gerade bei einem Energieversorgerunternehmen meine Laufbahn begonnen und mathematische Modelle für den Kraftwerksbetrieb und die Planung von Energieversorgungsnetzen entwickelt.

Die IBM 1130 war so groß wie ein Kleinwagen, hatte 16 Kilobytes Hauptspeicher und sogar eine Magnetplatte, auf der aber fanden nur Betriebssystem, Assembler und der FORTRAN-Compiler Platz. Die Monatsmiete für dieses Wunderding war fast so hoch wie mein Jahresgehalt.

Alle Programme und Daten waren auf Lochkarten gespeichert. Daten und Software waren damals gewichtig und in großen stählernen Rollcontainern verstaut - gar nicht so soft.

Dazu kommt, dass ich die Testmodelle meiner in der Programmiersprache FORTRAN codierten Energietechnik-Modelle auf einer mechanischen Rechenmaschine nachgerechnet habe - so zeitaufwändig und schwierig war damals das Testen.

Das waren damals die Pionierzeiten, die heutige Technologie und Entwicklung von Informationsmodellen hat damit nichts mehr damit zu tun.

Wer braucht denn das Internet?

Das Geschäft in allen Branchen wandert immer weiter in das Internet und in multimediale Cyberwelten. Ganz gleich ob man Kunst anbietet oder Baumaschinen, ob man Leute frisiert oder berät. Mit Internet hat man eine größere Reichweite und kann die Geschäftsfelder besser besetzen.

Aber auch die öffentliche Verwaltung kommt heute ohne Internet nicht mehr aus.

Wie sollen gekonnte Internetauftritte aussehen?

Für gekonnte Internetauftritte gibt es klare Regeln: Eine Site sollte einfach zu navigieren, leicht zu lesen und ansprechend und geschmackvoll gestaltet sein.

Welche sind die großen Layout-Fehler in den vergangenen Jahren?

Allen Layout-Fehlern voran steht das Fehlen von Inhaltsverzeichnissen. Inzwischen haben sich zwei Typen von wirkungsvollen Verzeichnissen herausgebildet: Die Orientierungshilfen "Map" und "News".

Ein immer wiederkehrender Fehler bei Webauftritten ist die Verwendung der Farben als eine missverstandene Art der Dekoration. Die Wiederbelebung der Farbenlehre für die Neuen Medien ist ein wichtiges Thema geworden.

Wie wichtig ist Mediendesign?

Ohne Mediendesign bleibt jeder Internetauftritt belanglos und es ergibt für den zufällig über eine Suchmaschine hin gekommenen Leser keinerlei Bedeutung des Dargestellten.

Der Sinn der Information im Internet kann nicht darin bestehen, einen beliebigen Text mit einem noch beliebigeren Schnickschnack zu verzieren.

Manche Site im Internet ähnelt einem Geschwür aus Wörtern, Farben und Bildern die wie Entzündungen, Beulen und Eiter auf dem Bildschirm kleben. Einige Betrachtungen zum Mediendesign...

Überflüssige Elemente und Animationen lenken den Blick vom Wesentlichen ab. Die Kunst dabei ist nichts mehr weglassen können oder, um es mit einem Zen-Aphorismus zu sagen, "Ein Garten ist vollendet, wenn es nichts mehr zu entfernen gibt“ oder in Bezug auf Webdesign: "Je wichtiger eine Site, desto einfacher das Design".

Sie beschäftigen sich seit Längerem mit Medienästhetik?

Es gibt stimmige Medienästhetik, mit der man eine klare Optik erzeugt und damit den Informationsfluss zwischen Medium und Betrachter fördert. Schönheit liegt aber immer im Auge des Betrachters und ist daher immer persönliche Geschmackssache.

Früher glaubte man irgendwann einmal man könne Ästhetik (etwa mit dem Goldenen Schnitt) exakt messen, doch weiß man heute, dass gutes Aussehen wohl auch viel mit Intuition zu tun hat.

Viele der Sites im Netz werden tausendfach angesehen, hundertfach überflogen und dutzendfach im Detail gelesen. Um aus dem zufällig vorbei kommenden Surfer einen Leser seiner Site zu machen, bedarf es es auch eines ästhetischen Auftritts.

Aber es gilt auch im Netz: Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint, denn dann hat die Beliebigkeit gesiegt und Pfusch gibt's nicht nur am Bau.

Weniger ist oft mehr: Spartanisches Design, einfache Bedienung und minimalen Ladezeiten sind das Geheimnis vieler erfolgreicher Internetauftritte - wie etwa beim Layout der Suchmaschine Google zu sehen.

Es gibt da einige Denkübungen zum Thema Medienästhetik...

Wie es scheint haben sie großen Spaß am Medienkitsch?

Medienkitsch scheint in Websites immer wieder epidemisch aufzutreten. Als Kitsch bezeichne ich die engagierte Darstellung des Bedeutungslosen.

Kitsch gibt es nicht nur bei Bildkalendern, sondern auch auf Internetsites. Und so mancher Betrachter fühlt sich durch Kitsch am Bildschirm zurecht verspottet, gefoppt und gehörnt. Wer will schon im Netz in Belanglosigkeiten wühlen, wenn's auch Interessantes gibt.

Viel zu viele Internetseiten zeigen eine schmerzliche Kombination von Beiläufigem und schlechtem Geschmack. Genaueres über Medienkitsch...

Kann praktisch jeder eine Internetseite gestalten?

Früher hat ein Autor seinen Text geschrieben, hat diesen Text an den Verlag mit seinen Korrektoren und Typografen bzw. Schriftsetzern weitergegeben. Heute ist es möglich einen Text zu verfassen und ihn mit wenigen Mausklicks der Weltöffentlichkeit aufzubrummen.

Durch diesen Zugänge sind ehemalige Prozessphasen heute überflüssig geworden und alle Abläufe werden an einem Arbeitsort, durch eine Person, in einen einzigen Prozess integriert. Die kulturell etablierte Grenze zwischen Autorenschaft und Verlagsleistung und sogar die zwischen Autor und Leser verschwimmt.

Zur Veröffentlichung von Texten im Internet müsste man aber auch etwas von Typografie und Grafik verstehen. Der Autor müsste daher nicht nur die Kompetenz haben, schriftstellern zu können, sondern er müsste auch Mediendesiger sein. Doch oft ist weder das Eine noch das Andere der Fall. Trotzdem kann er durch die Benutzung des Desktop- und Webpublisher die mühsamen Hürden der Verlage, Lektorate, Redaktion, Setzer und Druckerei umgehen.

Dessen ungeachtet ist im Rahmen des Umgangs mit den neuen Medien entweder eine umfassende semiotische Kompetenz oder die Arbeit im Team mit Spezialisten jedes Gestaltungs-Bereichs gefordert, wenn ein Auftritt in diesem Medium nicht stümperhaft und peinlich bleiben will.

Warum sind Webseiten so viel simpler gestaltet als Zeitschriften?

Die Antwort ist klar: Webseiten brauchen auf jeder Site eine Menge Platz für die Navigation. Der Spaltensatz ist zwar technisch möglich, aber im Ergebnis höchst unpraktisch - denn längere Spalten zwingen zu scrollen, der Leser kann nicht mit den Blicken vom Ende der einer zum Anfang der nächsten Spalte springen, wie er es gewohnt ist und verliert die Orientierung.

Außerdem funktioniert der Blocksatz in der Praxis des Web nicht, die fehlende Silbentrennung macht sich durch unschöne Wortzwischenräume bemerkbar und es ist kaum möglich, die Textlänge einheitlich zu begrenzen.

Was sind die schlimmsten Medien-Designfehler?

Medien-Designfehler oder Fehler beim Einsatz von Medien sind leider massenhaft im Netz zu finden. Pfuschwerke und Stümpereien bei der Gestaltung von Internetseiten kommen immer wieder vor und die Tendenz ist steigend.

Immer mehr Geisterfahrer sind im Netz unterwegs und machen die Informationsstraßen unsicher. Geringer Ausbildungsstand und Ideenlosigkeit verschlimmern die Lage.

Mangelnde Orientierung, sprachliches Unvermögen, verbale Belästigungen, gestalterische Ignoranz und permanente Baustellen sind die Stärken Vieler - von ihren Schwächen will ich erst gar nicht reden. Hier einige typische Medien-Designfehler...

Ist solides Webdesigning wirklich so schwierig?

Solides Webdesigning ist eigentlich kein Problem, wenn man die dafür notwendigen technischen Kenntnisse und kreativen Anlagen gepaart mit ein paar Jahren Erfahrung besitzt.

Eine Website entsteht aus einer fruchtbaren Kombination zwischen Kreativität und technischem Wissen. Eine bestimmte Methodik kann dabei nicht schaden, aber eine koordinierte Handlungsweise ist für jede erfolgreiche Verrichtung notwendig. Das gilt für das Kochen genau so wie für das Webdesigning...

Wirkungsvoll gestaltete Internetseiten setzen nicht auf technische Effekte, sondern auf eine zum Inhalt passende Gestaltung der Information.

Wie stehen Sie zu Frames?

Als Webdesign-Purist muss ich Framesets in professionellen Internetauftritten ablehnen. Unglücklicherweise sind die Frames nicht sinnvoll in das HTML-Konzept und die Praxis der Suchmaschinen integrierbar. Sie verhindern, dass Sites durch Suchmaschinen ordnungsgemäß erreichbar sind.

Doch im Entwurfsstadium taugen Frames wirklich gut, Sites sind damit unglaublich rasch zu implementieren und die Navigation kann leicht geändert werden. Mit einem Wort: Frames sind ideal für rapid prototyping.

Doch nach dem Prototyp muss es dann eine richtige professionelle Lösung geben und Professionalität lässt eben keine Frames zu.

Warum wird so manches Webengagement zum Werbeversager?

Es gibt reichlich Werbeversager im Netz. Ich denke, dass das Webengagement von Personen, Organisationen oder Unternehmen viele Leute enttäuscht, wenn es rein auf dem Informationsbegriff basiert.

Der Aufbau eines Internetauftritts im Layout einer Konzernbilanz ist eigentlich ein Schrei nach Sicherheit. Diese Leute wollen sich festhalten, etwas in den Griff bekommen und es soll quadratisch, praktisch, gut sein. Genau berechenbar, vernünftig, abwischbar und leicht zu verstauen. Wasserfest, stoßfest und antimagnetisch wie ein Schweizer Uhr aus den 1960-er Jahren. Man soll es per E-Mail hin- und herschicken, ausdrucken und mit Euro und Cent bewerten können.

Doch Lern- und Entwicklungsprozesse kann man nicht einfach in den Griff bekommen, sie zeichnen sich ja gerade durch dieses natürliche Prinzip des Wachsens und Werdens aus. Wir müssen in das Wachstum von Personen und Gruppen vertrauen und die Fakten und das Zahlenmaterial nicht zur Hauptsache sondern zum nützlichen Helfer machen. Was es nicht geben muss sind Werbeversager...

Ist Wissen tot, wenn es vom Fluss abgeschnitten wird?

Wissen muss nicht unbedingt tot sein, wenn es vom Fluss abgeschnitten wird - doch belebt eine kompetente Informationsgestaltung die Attraktivität von Wissen.

Zum Handwerkszeug der Informationsformung gehören Textgestaltung, Textklinik, Typografie, digitale Fotografie, Gestaltung von Grafiken sowie bewegten und unbewegten Bildern.

In vielen Fällen ist die Gefahr des Scheiterns seines Webprojektes groß, wenn man sein eigenes Wissen nicht in eine spannende Botschaft umwandeln kann. Man versucht Informationen zu archivieren, Erfahrungsberichte abzuspeichern und Experten zu melken. Das kann leicht dazu führen, dass man sich dadurch vom Fluss des Lebens abschneidet und Altes, Überholtes, Totes konserviert nur weil man damit auf der sicheren Seite liegt.

Oft wird nur das tatsächlich als Wissen anerkannt, was leicht digitalisierbar ist. Aber Wissen ist viel mehr, es ist in einer Situation, in einem Kontext enthalten, aber auch in unseren Gefühlen und unseren Emotionen gespeichert. Wissen ist ständig im Wandel, erneuert und ergänzt sich beständig. Was für mich heute stimmig und richtig ist, gilt in einer Woche vielleicht schon nicht mehr, weil ich dazugelernt habe. Eine kurze Einführung in Informationsgestaltung...

Wie kann kompetentes Projektmanagement helfen?

Kompetentes Projektmanagement sichert den Erfolg jedes Projekts gegen Überschreitung der Termin- und Kostenpläne. Es unterstützt die Durchsetzung der notwendigen Maßnahmen im Projektablauf.

Projektmanagement beginnt mit der Ideenfindung und führt über Technologieauswahl, Konzeption, Realisierung bis zum Marktauftritt. Lifecycle Management, Prozessoptimierung, Marktforschung, Mitbewerbsanalyse, Marketingplanung und Bereichs übergreifendes Projektmanagement gehören zu diesen Leistungen.

Dazu gehören auch Steuerung und Koordination der Entwicklung, Test- und Prüffeldorganisation, Piloteinsatz, Tuning und Produktfinalisierung, Pricing-Strategien und Vertriebsstart. Mehr über die Bedeutung von zweckentsprechendem Projektmanagement...

Medienmethodik ist doch etwas Neues?

Eine völlig neue Art von Medienmethodik ist nach dem Umbruch in der Technologie der Medien am Ende des 20. Jahrhunderts wie aus dem Nichts entstanden.

Es geht um den Einsatz zeitgemäßer Technik in der digitalen Textverarbeitung, der elektronischen Bildbearbeitung, der digitalen Fotografie und der Internettechnologie in der Medienmethodik...

Gibt es eine spezielle Informatik für die neuen Medien?

Medieninformatik und Medientechnik sind die sachgemäße Basis der Informationsgestaltung in elektronischen Medien. Früher hieß das Multimedia. 

Der technische Fortschritt eröffnet ständig neue Anwendungsformen der digitalen Medien. Dadurch bleibt die Medieninformatik laufend im Fluss. Ein persönlicher Stillstand von nur zwei Jahren bedeutet, dass man aus dem Spiel ist.

Portalsoftware, Redaktionssysteme, Dokumenten- und Wissensmanagement, Frontpage, HTML, CSS, JavaScript und so weiter sind typische Schlagworte in Sachen Medieninformatik...

Warum bringt man Informationen oft im Hauruck ins Netz?

Oft gibt es enormen Nachholbedarf bei der Information im Netz, besonders bei kleinen und kleinsten Unternehmen. Und da heißt es häufig, dass Informationen im Hauruck ins Netz zu bringen sind um nicht vom Fortschritt abgekoppelt zu werden.

Leider geht dann aus Kostengründen immer Quantität vor Qualität - genau das Gegenteil von Za-Zen... Weniger wäre dann oft mehr, aber das ist für Anfänger schwer zu verstehen.

Es wird in Zukunft weniger Websöldner geben, die ihre Kenntnisse jedem zur Verfügung stellen, der genug dafür zahlt.

Es wird aber mehr Leute geben, die ihre Talente einsetzen und behutsamer entwickeln wollen, um sie für Dinge einzusetzen, hinter denen sie auch wirklich stehen - und nicht für die, die am meisten Geld oder soziale Anerkennung bringen.

Glauben Sie, dass das unsere Generation neu gestalten kann?

Die Generation VW-Golf benötigte damals sinnvollere Lebensziele als die, die von der Generation VW-Käfer vorgegeben worden waren und für uns alle immer noch herrschen. Ändern sich unsere Werte, wird sich auch ein anderer Umgang mit dem Wissen ergeben.

Die Nach-VW-Golf-Generation hat neue Wertesysteme und andere Bedürfnisse. Wohin sie die Menschheit führen werden, kann man kaum sagen. Aber man kann von einer bestimmten Nachhaltigkeit der bestehenden Trends ausgehen. Daher werden auch in einer Welt der geänderten Werte in Zukunft Bildung und Wohlstand steigen.

Die Welt mit ihrem Wissen und unseren Meinungen wird sich mehr und mehr im Web widerspiegeln.

Im Web sind immer mehr Sites der Könner und Designer zur Schau gestellt. Andererseits werden aber immer mehr Gebrauchsseiten aus dem Alltag für den Alltag entstehen, gemacht von Leuten die keinerlei Sinn für das Schöne und Perfekte haben. Gestaltet wie ein Einkaufszettel oder eine Telefonnotiz - entstanden aus dem Alltag und für den Augenblick bestimmt.

Warum steht es mit der Ergonomie im Netz immer noch schlecht?

Die Notwendigkeit der Ergonomie im Netz kann man nicht hoch genug bewerten. Wir setzen psychologische und physiologische Aspekte der Regeln der Ergonomie für den Praktiker um. Denn wenn die Benutzbarkeit nicht entsprechend der menschlichen Logik gestaltet ist, steht es schlecht um den Internetauftritt.

Psychologen schreiben Psychologisches meist für andere Psychologen, um sich nichts zu vergeben und das wissenschaftliche Niveau zu halten. Psychologie soll beim Thema Ergonomie und Benutzbarkeit nicht Selbstzweck sein, sondern Grundlage der Ergonomie im Netz...

Wie viel Technik braucht Kommunikationsdesign?

Kommunikationsdesign meint die Gestaltung der Sites mit allen ihren Farbflächen, Texten, Grafiken und den Navigationseinrichtungen. Die erfolgreiche Internet-Promotion über Suchmaschinen ist der zweite Schwerpunkt im Kommunikationsdesign.

Um heute als Unternehmen wahrgenommen zu werden, muss der Internetauftritt professionell lanciert sein. Und am Anfang steht das Informationsmodell.

Zum modernen Kommunikationsdesign gehören aber auch immer noch die klassischen Werbemittel wie Prospekte und Kundenmagazine, Signets und Firmenlogos, komplette Firmenerscheinungsbilder, CD-Cover, Kundenzeitschriften, Bücher und Buchumschläge. Eben die ganze Bandbreite der Printmedien und der Webauftritt mit einem bündigen Kommunikationsdesign...

Passen Corporate Design und Industriedesign zum Netz?

Corporate Design (CD) ist die visuell wahrnehmbare Gesamtheit aller bewusst beeinflussten Erscheinungsformen eines Unternehmens. Zum CD gehören aber auch die Erscheinungsformen von Geschäftsbriefen, Visitenkarten, Preislisten, des Informationsmaterials.

Das Aussehen der Geschäftsbriefe genau so wie die eigentliche Produktgestaltung.

Wahrnehmungs- und Farbpsychologie sowie Text-Inhalte, Text-Formulierung, Layout und Typografie sind wichtige Perspektiven beim Corporate Design...

Industriedesign ist heute nicht nur die Basis für die Produktgestaltung, sondern muss auch bei der Gestaltung der Verpackung eingesetzt werden. Die gelungene Gestaltung eines Produktes und der Verpackung hat große Bedeutung für den wirtschaftlichen Mehrwert.

Bei vergleichbarer Technik und Qualität kann innovatives Design zum ausschlaggebenden Kaufanreiz werden.

Hinter professioneller Formgebung stecken fachliche, produktions-technische, funktionelle, ergonomische und nicht zuletzt ästhetische Überlegungen des Industriedesign...

Welche Leserschicht sprechen Webauftritte in Zukunft an?

Internetauftritte müssen sich im Allgemeinen an die jüngeren Leser richten. Die Zielgruppe ist zwischen 15 und 40 Jahre alt, wobei auch immer mehr Menschen aus dem Segment 50 plus das Internet entdecken.

All diese Benutzer pflegen einen informationsorientierten Lebensstil. Für sie ist weniger mehr und sie legen großen Wert auf klare Formulierungen und geordneten Aufbau.

Wie kommt man zu einem spannenden Webauftritt?

Natürlich ist Internet für die Allgemeinheit wichtig und natürlich hat jeder gerne lieber einen spannenden Webauftritt, als einen lächerlichen. Alles sollte perfekt sein, angefangen von einer auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmten Konzeption der Site bis hin zur fertigen Homepage. Denn nur eine professionelle Lösung schützt vor Lächerlichkeit.

Vielen der Sites sieht man auf den ersten Blick an, ob sie von Mediendesignern der ersten, zweiten oder dritten Generation gestaltet sind. Die Irrungen und Wirrungen bezüglich Medienästhetik und Ergonomie auf einer Website lassen oft auf das Jahr der Entstehung oder des Informationsstillstands beim Mediendesigner schließen. Mehr über einen erfolgreichen Webauftritt...

     
    Das Interview mit Achim von Achenlohe über Zen führte Ute Uttendorf.
     
Eine Initiative von Actoid   Top | Home | ©