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Die Plattform
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Stiftung Seeau

Stammwappen der Grafen von SeeauAdelsforschung
Jahrelang habe ich mich als Adelsforscher, Genealoge und Heraldiker betätigt. ist. Die Internet-Plattform der Grafen von Seeau ist das Ergebnis der genealogischen Untersuchungen und der familien- und personengeschichtlichen Forschung über die Grafen Seeau von Mühlleuten und der verwandten Geschlechter.

   
 

Die Geschichte der Grafen von Seeau ist urkundlich gut belegt und in der Stiftung Seeau dokumentiert. 1311 wird von Königin Elisabeth dem Pertholden Seeau ein Lehen in Hallstatt verliehen. Der Familienlegende zufolge organisierten Otto und Rupert Seeau bereits am Ende des 8. Jahrhundert den Salzbergbau in Hallstatt und die Salzgewinnung aus Salzquellen am Kocher. Diese Legende ist ein einer (gefälschten) Urkunde von 1002 festgehalten, in der Kaiser Heinrich II. dem Berthold Seeauer im Rahmen einer Nobilitierung das Kamelwappen verleiht. Vortragende beim Kaiser sind Wiligisus Kanzler des Kaisers und Erzbischof von Mainz und Lanzelin, ein früher Habsburger.

   
 

Beginnend mit dem Jahr 1311 kann der Werdegang der Grafen von Seeau bis zum erlöschen im Jahr 1884 verfolgt werden. Am Anfang lebt diese Familie im Salzkammergut - in der Seeau am Hallstättersee. Durch ihre erstaunliche Heiratspolitik und ihre Tüchtigkeit in kaiserlichen Diensten hatten sie sich bis zum 17. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter in Oberösterreich und einer wichtigen Stütze des Kaiserhauses entwickelt. Der Aufstieg des Geschlechts über die Jahrhunderte lässt sich anhand der Standeserhöhungen gut nachvollziehen. 1311 gibt Königin Elisabeth den Seeauern ein Lehen. 1503 verleiht ihnen Kaiser Maximilian I. das Wappenrecht. 1558 erhält Thomas Seeauer von Kaiser Ferdinand I. einen Wappenbrief. 1582 werden die Seeauer von Kaiser Rudolf II. in den Adelsstand erhoben. 1682 werden von Seeau von Kaiser Leopold I. in den Freiherrenstand und 1697 in den Grafenstand erhoben. 1741 wird das Ende des Aufstiegs der Grafen von Seeau durch "Kaiserin" Maria Theresia besiegelt, als einige Familienmitglieder im österreichischen Erbfolgekrieg dem Bayrischen Herrscherhaus huldigen.

   
   
  Die Seeau Plattform...

umfasst derzeit online über 2000 Bildschirmseiten, in über 500 Sites mit einer Gesamtgröße von mehr als 7MB.

   
   
 

Diese Enzyklopädie der Stiftung enthält die erste umfassende Beschreibung der Familie Seeau und behandelt über ein halbes Jahrtausend Familiengeschichte der Seeauer und der späteren Grafen von Seeau. Es soll mit dieser Arbeit ein allgemeiner Abriss der Familiengeschichte und ein erster Überblick über dieses Geschlecht geboten werden, wobei einzelne interessante Persönlichkeiten gesondert beschrieben sind.

   
 

Das bedeutende Adelsgeschlecht der Grafen Seeau von Mühlleuten auf Helfenberg und Piberstein, Ebenzweier und Puchberg ist längst im Mannesstamm erloschen. Doch hätten es die Familie verdient, nicht ganz in der Vergessenheit zu versinken. Schließlich haben sie sich für den Kaiser im Salzwesen des Salzkammergutes, bei den Kämpfen gegen die Türken und als bedeutende Geldgeber der Habsburger über Jahrhunderte hervorgetan.

   
 

Die Enzyklopädie der Stiftung Seeau erschließt und vermittelt die Memoiren von einzelnen Persönlichkeiten der Seeau und verwandter Personen. Dargestellt werden Chronik und Abstammung der einzelnen Personen der frühen Seeauer, der Linie Ebenzweier und der Linie Helfenberg, von der ich mütterlicherseits abstamme. 

   
 

Zur Vervollständigung des Bildes der Grafen von Seeau tragen die Analysen um die Mütter der Grafen von Seeau bei, besonders interessante Ergebnisse der Adelsforschung ergebt die aber die Erforschung der Abstammungsgeschlechter der frühen Frauen.

   
 

Unter den mit den mit den Grafen von Seeau verwandten Familien finden sich auch heute noch klangvolle Namen wie: Schertlin von Burtenbach, Cronberg, Kageneck, Logau, Preising, Pappenheim, Raitenau, Thurn oder Törring.

   
 

Viele meiner Vorfahren und Verwandten aus diesem Geschlecht erreichten höchste Ämter in Staat und Kirche. So finden sich unter ihnen fromme Äbte, unerschrockene Kreuzritter, gottesfürchtige Kardinäle und eherne Fürsterzbischöfe, ebenso ein kurfürstlicher Theaterdirektor, kaiserliche Generäle und nicht zuletzt die mächtigen Salzamtmänner. Aber es gibt auch welche, die den Habsburgern abtrünnig geworden sind und verstoßen wurden.

Zahlreiche Anekdoten ergänzen das historische Bild der Grafen von Seeau auf amüsante Weise.

   
 

Das kulturelle Umfeld der Politik, Religion, Kunst, Technik und Wirtschaft ist in Form von ausführlichen Monografien und gründlich zusammengestellten Lexika veröffentlicht.

   
   
  Freisitz MühlleutenEntstehung

Die Stiftung Seeau und die im Internet veröffentlichten Enzyklopädie basieren einer Privatinitiative. Unbezahlte Forschungsarbeiten haben in jahrelanger Mühe dieses Denkmal entstehen lassen.

   
   
 

Ich übernehme verschiedene genealogische Unterlagen meiner Eltern und leite daraus eine umfangreiche Ahnentafel ab. Bei meiner Mutter lässt sich die Abstammungsfolge lückenlos über 300 Jahre zurückverfolgen. Die Ahnen meiner Mutter kommen aus dem Mühlviertel und lassen bis vor 1700 zurückverfolgen, über sechs Urgroßeltern. Bei meinem Vater geht es 200 Jahre zurück bis etwa 1800 und vier Urgroßeltern aus dem Innviertel, also bis zu den napoleonischen Kriegen und die bayerische Zeit des Innviertels hinein. Der Ahnenpass meines Vaters ist zwar verloren gegangen, aber der Grossteil, der dafür die Hochzeitserlaubnis zusammen getragenen Originaldokumente ist noch im Familienbesitz. Die Dokumente umfassen den Ahnenpass meiner Mutter, das Deutsche Einheits-Familien-Stammbuch meiner Eltern, sowie eine Reihe von Geburts-Zeugnissen und Taufscheinen. Die Entzifferung dieser Dokumente ist für mich anfangs mühsam, da die Kurrentschriften der verschiedenen Schreiber sehr unterschiedlich und schwer zu lesen sind. Aber schließlich sind alle Familien- und Vornahmen, Geburtsorte, Wohnstätten, Berufe und Besitzhinweise zweifelsfrei entziffert.

   
 

Ein ausführliches Gespräch mit jetzigen Besitzer eines der Stammschlösser bringt mich endlich weiter und ich kann eine genealogische Schallmauer bei den Vorfahren meiner Mutter durchstoßen.

Wie sich dann heraus stellt, hat eine meiner Tante Kontakt zum Vater des jetzigen Schlossherrn aufgenommen, als sie 1940 für ihre bevorstehende Hochzeit einen Ahnepass beibringen muss. Österreich war ja 1938 als Ostmark in das Deutsche Reich eingegliedert worden und seither konnte man nur noch mit Ahnenpass heiraten. Im Rahmen der dafür vorgeschriebenen genealogischen Nachforschungen stößt meine Tante bei ihrer Vorfahrin Magdalena Bayer auf einen unbekannten Kindesvater für deren Sohn Anton. Sie nimmt mit Grafen Kontakt auf, der nunmehr das Schloss besitzt, auf dem Magdalena gelebt und Anton zur Welt gebracht hatte. Es stellt sich bei diesem Gespräch und den weiteren Nachforschungen heraus, dass Magdalena Bayer Beschließerin (Haushälterin) auf dem Schloss war und der damalige Besitzer des Schlosses dem gemeinsamen Sohn Anton das Gut Waldhof überschrieben hatte. Der damalige Schlossbesitzer war der Vater Antons, es handelt sich dabei um Franciscus de Paula (1801-1841) Reichsgraf Seeau von Mühlleuten, Mayoratsherr zu Helfenberg und Piberstein. Nachdem er keine ehelichen Nachkommen hatte, sorgte so für Magdalena und ihren gemeinsamen Sohn Anton, der sein einziger nachkomme geblieben war.

Im Rahmen der Erstellung des Ahnenpasses meiner Mutter für ihre 1943 stattfindende Hochzeit müssen Dokumente über ihre Abstammung aus Kirchenbüchern beigebracht und Abschriften erstellt werden. Beim Großen Ariernachweis müssen Geburts-, Tauf- und Heiratsurkunden bis zu den am 1. Januar 1800 lebenden Ahnen zurück vorgelegt werden. Mein Urgroßvater Anton Bayer wird am 6. Mai 1830 geboren. Die Annahme der Abstammung des Anton Bayer von den Grafen Seeau stellt sich aufgrund der neu dazugekommenen Dokumente nun unter Beweis.

In meiner Familie hat es zwar immer schon Gespräche über diese Abstammung gegeben, aber das war bisher mehr als Legende erzählt worden. Nun bestätigt sich die mündliche Überlieferung durch die Vorlage eindeutiger Dokumente. 

   
 

In kurzer Zeit kann ich nun eine gesicherte Basis dieses Zweigs meiner Vorfahren aufbauen: Als Stammvater der Familie gilt Thomas Seeau. Er ermöglichte im 16. Jahrhundert über Auftrag des Kaisers die gewerbliche Salzschifffahrt im Salzkammergut. Zuerst machte er die Traun zum Salztransport von Hallstatt an die Donau schiffbar. Später half er auch mit, die Flüsse Enns und Moldau für den Warentransport schiffbar zu machen. Für diese Leistungen wurde er 1582 in den Adelsstand erhoben und die drei Flüsse in einem der Wappen der Familie verewigt. 1911, also ein Vierteljahrhundert nach dem Aussterben werden die Familienakten derer von Seeau vom OÖ Landesarchiv erworben, wo sie noch heute untergebracht sind.

   
 

Also nehme ich mir einen Tag frei und fahre nach Linz, um im Landesarchiv nach Dokumenten über meine Vorfahren zu forschen. Ich verstaue meine Tasche im Spind, nehme Notebook und Digitalkamera, gehe in den Lesesaal und nehme die Akte Seeau entgegen, die ich bereits vor Tagen telefonisch bestellt hatte. Ich bin in aufgeregter Erwartung, was da auf mich zukommen wird als ich die fünf dicke Aktenordner auf den Tisch lege. Sie sind gefüllt mit hunderten Akten und einem Dutzend Stammbäumen. Vorsichtig hole ich Bündel um Bündel aus den Ordnen und schnüre sie auf. Es ist unglaublich, unter Anderem die originalen Dokumente der Kaiser an die Seeau in Händen zu halten. Da ist auch die Nobilitierungsurkunde von 1582, die Siegel und Unterschrift von Rudolf II. trägt. Ich fotografiere einige der Dokumente und alle Stammbäume und Stammbaumentwürfe mit meiner Digitalkamera. Das mit dem Lesen der Kurrentschrift ist noch schlimmer, als ich gedacht hatte. Die sehr unterschiedlichen Schriften aus den letzten fünf Jahrhunderten sind für mich oft kaum zu entziffern. Die Buchstabenformen ändern sich alle paar Jahrzehnte und die Verwechslungsgefahr ist bei deutscher Schreibschrift so wie so schon extrem hoch. Wofür habe ich eigentlich die letzen Wochen Kurrent gebüffelt, wenn ich jetzt kaum etwas in den alten Dokumenten auf Anhieb lesen kann.

   
 

Beim nächsten Besuch in diesem Archiv nehme die beiden Bücher zur Hand, die mein UrUr...Urgroßvater Johann Ehrenreich Reichsgraf Seeau von Mühlleuten auf Helfenberg und Piberstein geschrieben hat. Mit großer Erfurcht lese ich in den von ihm mit eigener Hand geschrieben Bücher. Ein Stück Geschichte meiner Vorfahren, das man in die Hand nehmen kann. 

Da ist einmal das in weißes Pergament gebundene Büchlein der Reisebeschreibungen des damals 18-jährigen Johann Ehrenreich von Seeau durch Salzburg, Tirol, Italien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Holland und England. Vom 2. Juni 1684 bis 29. Okt 1685.

Wichtig für meine Erkenntnisse ist dickes 300 Seiten-Buch, die "Memorien" über die Familie Seeau, 1699 zusammengetragen von Johann Ehrenreich von Seeau und niedergeschrieben von seiner Schwägerin. Das im gekalkten Leder gebundene Buch beginnt mit:
 

"Genuina Informatio
oder
Gelegter Adels- und Stüfftprobenaufsatz
der hochwohlgeboreren
Johann Friedlich und
Johann Ehrenreich
Herrn von Seeau zu Mühlleuten, Freiherrn auf Würting, Herrn der Herrschaften Piberstein, Lützelberg, Mos, Helfenberg und Mühlwang, der Römischen Kaiserlichen Majestät respective Kämmerer, Hofkammerräten und Salzamtmann in Österreich ob der Enns, auch respektive Inspectoris und Pfandtinhaber der Grafschaft Ort im Traunsee und Herrschaft Wildenstein auch beeder Druffschläg Ybbs und Särmlingstein und deren mit Maria Eleonora geborene Herrin von Gera und Maria Cecilia Gräfin von Wildenstein aus respective erst- und anderer Ehe erzeugten Deseendenten so väter- als auch mütterlicherseits erwiesenen adeligen Herkommens vond zweiund dreißig mehr übersteigenden Annalen geprobten stufenmäßigen Adels allwo zugleich deren aufsteigend collateral Blüts verwandten gelaist vornembe bedieneungen und erworbene Titulrit auch deren erzeugende Erben beederley Geschlechts ausgeführt Seyende."

   
 

Beim nachfolgenden Besuch im Landesarchiv widme ich mich den Stammbäumen der Familie. Die Rollen mit den hunderten kleinen Wappenbildchen werden erst nach einem dritten Anlauf gefunden. Sie bestätigen die Abstammungsfolgen, die mit den verschiedenen Adels- und Stiftproben-Aufsätzen der Grafen von Seeau übereinstimmen.

   
 

Das Fadengewirk der Familiensaga begann sich aber endlich nach mehr als einem Jahr zu einem ordentlichen Stoff zu verdichten. Das Projekt hat nun einen ersten Abschluss erreicht, obwohl in Wirklichkeit kein Ende abzusehen ist. Jede neue Information, die eine Lücke schließt, liefert neue Fragen, die beantwortet werden müssen.

   
   
  Weiterführung

Die Archivbestände und die im Internet veröffentlichte Enzyklopädie der Stiftung Seeau werden laufend weiter geführt.

   
   
 

Online sind außer den direkten Linien der Grafen von Seeau bereits 30 Familienchroniken der Mütter der Seeauer.

   
 

In Vorbereitung für die Veröffentlichung im Internet sind derzeit weitere 60 Familien der Großmütter der Grafen von Seeau und 30 Familien der ausgeheirateten Töchter.

   
 

Was wir zur Erfüllung der weiteren Entwicklung der Stiftung unbedingt brauchen sind Sachspenden - so viele als möglich. Damit meinen wir eigentlich keine materiellen Güter sondern Bild- und Wortspenden, die helfen die Stiftung Seeau besser zu gestalten, die Inhalte zu vermehren, sowie Ungenauigkeiten und Fehler zu eliminieren. Für einen entsprechende Beiträge sind wir immer dankbar.

   
 

Die jeweils neuesten Forschungsergebnisse erfährt man am Einfachsten über die Neuerscheinungen auf der Web-Plattform der Grafen von Seeau…

   
   
   
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