Achenlohe ist eine uralte Wasserburg auf einer Flussterrasse, die später zu einem Wasserschloss umgebaut wurde. Die Siedlung ist eingebettet in fruchtbares Ackerland mit fruchtbaren Feldern, fetten Weiden und wildreichen Wäldern. Die Besiedlung des Fleckens durch das Geschlecht derer von Achenlohe erfolgte mit der Bayerischen Landnahme in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts.

Ein bairischer Edler namens Aquim von Ouwalouwa gründet um das Jahr 580 mit einer Siedlergemeinschaft das Dreiangerdorf, das nach ihm ebenso wie seine Dienstmannen und Nachkommen mit Ouwalouwa (Achenlohe) benannt wurde. Das heißt, der dem Ouwalouwa gehörige Ort, dessen Namen auch all seine Hörigen tragen. Dieser Name wandelt sich im Lauf der Zeit von Ouwalouwa (sprich "Ouw" wie in engl. over) zu Aquimlouwa, Achimslohe und schließlich zu Achenlohe.

Die Hauptlinie der Ouwalouwa erbaute sich in der neuen Heimat ostlich des Inns im damals noch bayrischen Innviertel und der heutigen Gemeinde Achenlohe eine mannhafte Wasserburg. Die Edlen von Achenlohe sind hier schon in der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich bezeugt. Das Achenlohegeschlecht war in vielen Orten auf beiden Seiten des Innflusses begütert. Der Älteste des Geschlechts trägt traditionell den uralten Namen Aquim von Ouwalouwa.

Einer dieser Aquim von Ouwalouwa wird noch vor 1110 zum Ritter geschlagen und lebt auf seinem Freisitzes Aquimlouwa. Heute sind von dieser einst mächtigen Wasserburg nur mehr verbaute Spuren im Fundament eines Bauernhofes bekannt.

Aus dieser Zeit stammt auch das Wappen der Edlen von Achenlohe: In Blau eine goldene Pilgermuschel. Als Kleinod mit blau-goldenen Decken: Ein wachsender schwarz gekleideter Mann, der blaue Spitzhut mit der goldene Pilgermuschel.

Achenlohe ist schon damals eine Hofmark - ein Bezirk, der zu einem Rittergut gehört und in dem der Gutsbesitzer die niedere Gerichtsbarkeit und die Polizeigewalt ausübt. In Österreich ist dieser Begriff auf ehemaliges bayrisches Gebiet (eben das Innviertel) beschränkt.

 

Das Innviertel (amtlich Innkreis) ist eine fruchtbare und heute dicht besiedelte Hügellandschaft des oberösterreichischen Alpenvorlands zwischen Salzach, Inn, Donau und Hausruck. Die fruchtbare Schlierlandschaft des unteren Innviertels mit den Innviertler Vierseit- und Vierkanthöfen der "Körndlbauern" und die Moränenlandschaft des oberen Innviertels mit Ibmer Moos, Weilhartforst, Mattigtal und Kobernaußerwald. Das reich gegliederte Hügelland ist fruchtbares Acker- und Wiesenland und wird landwirtschaftlich intensiv genutzt durch Viehzucht, Feldfrüchte und Obstbau für die Fruchtsaft- und Mosterzeugung.

Ortsnamen werden in der ortsüblichen Dialektaussprache und in ihren urkundlichen Bezeugungen seit dem Mittelalter dargelegt. Diese Quellen dienen zur Ermittlung der Bildung und ursprünglichen Bedeutung eines jeden Ortsnamens und ermöglichen auch die Darlegung der jeweiligen Formentwicklung seit der meist ins Mittelalter zurückgehenden Entstehung und Erstnennung. Ein typische Beispiel liefern Namebildungen wie Aquim, Ouwalouwa und Achenlohe. 

Der freie Adel im Innviertel unterstützt im Mittelalter bayerischen Interessen. Während des 12. Jahrhundert erfolgt durch ihn die Gründung von prächtigen Klöstern wie 1122 Reichersberg und 1125 Ranshofen, als es durch die Babenberger zu einem enormen Aufschwung dieses Landstrichs kommt.

Als Kaiser Friedrich I. 1156 die Markgrafschaft Österreich - noch ohne das heutige Innviertel - von Bayern abtrennt und zum Herzogtum erhebt, gerät das Innviertel in eine Grenzlage, die über Jahrhunderte für politische und kriegerische Konflikte sorgen sollte.

Das 15. und 16. Jahrhundert beschwert dem Innviertel Kriege, Not und Verwüstung. Der Spanische Erbfolgekrieg überzieht halb Europa mit Armut und Leid. Jene Länder, die nicht unmittelbar betroffen sind, geraten vielfach in Bedrängnis, entweder als Tauschware oder als Objekt der Begierde.

Das Innviertel kommt 1704 nach dem Sieg von Hochstädt zunächst vorübergehend an Österreich. 1705 erheben sich im Innviertel die Bauern, sie erzwingen von der österreichischen Besatzungsmacht die Übergabe der Städte Braunau, Ried und Schärding. Der Aufstand wird allerdings später niedergeschlagen und Bayern bleibt bis 1714 unter habsburgerischer Herrschaft. In der Folge wechselt das Innviertel noch ein paar Mal seinen Besitzer, erst 1745, nach dem Frieden zu Füssen, wird Bayern mit dem Innviertel wieder selbständig.

Der Bayerische Erbfolgekrieg beginnt 1777, er geht in die Geschichte unter den Spottbezeichnungen Kartoffelkrieg oder Zwetschkenrummel ein. Über Vermittlung Russlands und Frankreichs erreicht Maria Theresia 1779 den Frieden von Teschen. Österreichs bekommt jenen Anteil Bayerns zugesprochen, welcher zwischen der Donau, dem Inn und der Salzach liegt, nämlich das Innviertel, das nun vorläufig endgültig von Bayern an Österreich geht.

Der kurfürstlich Bayerischer Adel schließt sich 1779 dem österreichischen Adel an und damit dem Land Österreich. In diesem Jahr erfolgt auch die Aufnahme der Edlen von Achenlohe in den den Österreichischen Adel durch Maria Theresia und den Ober der Enns'schen Landstand.

1809 erfolgt nach der Kriegserklärung Österreichs an Frankreich der Einmarsch der Franzosen in Wien. Im Frieden von Schönbrunn zeigt Napoleon seine ganze Macht und Österreich verliert Salzburg und das Innviertel an Bayern. Damit gehört das Innviertel erneut zu Bayern, bevor es 1814 wieder ein Teil Oberösterreichs wird.

1919 Aberkennung des Adels durch das provisorische Parlament von Deutsch-Österreich. Aus dem Ältesten des über tausend Jahre alten Geschlechts Achim von Achenlohe wird Achim Achenlohe.

1944 Geburt des Achim von Achenlohe
  ordentliche Eltern
ordentliche Kindheit
ordentliche Jugend
ordentliche Ausbildung
ordentliche Berufslaufbahn
beide Lehrer
vollständig behütet
ausnahmslos gesittet
Elektroingenieur
Unternehmer