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Fahrphysik Kreiseltechnik Bremstechnik Reifen |
Den wichtigsten Beitrag zur Stabilität beim Motorrad leisten die
Kreiselkräfte. Darum sollte man als Motorradfahrer ungefähr wissen worum es
bei der Kreiseltechnik geht. |
| Die Räder | |||
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Die Kreiselkräfte in den Rädern halten das Motorrad
aufrecht und in der Spur. Regel: Je höher die Drehzahl, das Radgewicht oder der Raddurchmesser desto größer die im Rad gespeicherte Kraft. |
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Deshalb:
1. Schweres Rad - Motorrad unhandlich, große Kraft zur Richtungsänderung notwendig. 2. Kleines Rad - Motorrad handlicher. 3. Drehzahl zu gering - Kreiselkräfte gering, Fuß hinunter oder Bodenkontakt. |
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Interessant ist auch das ein Einspurfahrzeug ständig Schlangenlinien
fahren muss um geradeaus zu fahren, die Frequenz dafür liegt bei 3 bis 8
Richtungswechsel pro Sekunde.
Bei hohen Geschwindigkeiten erklärt dies warum Fahrzeuge pendeln bei denen sich der Fahrer krampfhaft am Lenker festhält, da dann das ganze Fahrzeug die Ausgleichbewegung machen muss, da die Lenkung behindert wird. |
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| Lenken | |||
| Wohin muss man das Motorrad lenken wenn man nach rechts abbiegen will? Jeder sagt natürlich nach rechts: FALSCH! Wieso ist das nicht so? Das physikalische Gesetz das dahinter steckt ist die Prezession des Kreisels. | |||
| Prezession besagt, dass ein Kreisel der um die Drehachse nach links gelenkt wird, nach rechts abkippt - und umgekehrt. D.h. im Fahrbetrieb, dass man immer eine entgegen gesetzte Lenkbewegung machen muss um einen Kurve einzuleiten. Aus diesem Grund muss man auch das Fahrradfahren richtig lernen da wir uns an dieses unlogische Verhalten erst gewöhnen müssen. | |||
| Die dazugehörige Lenkbewegung heißt Lenkimpuls. Der Lenkimpuls sollte immer wieder geübt werden bis er ein Reflex ist. | |||
| Richtige Reaktion: Wir fahren in eine Links-Kurve in der unerwartet ein Hindernis auftaucht. Wir wollen innen vorbei, wir ziehen außen am Lenker (Lenkimpuls nach rechts) das Motorrad legt sich sofort nach links in die Kurve hinein. | |||
| Falsche Reaktion: wir ziehen innen am Lenker (wir lenken ein), das Motorrad richtet sich auf, statt sich nach innen umzulegen. | |||
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| Der Motor | |||
| Ein Motor ist ebenfalls ein Kreisel, der sich in der Mitte des Fahrzeugs befindet. Auch er lässt sich schwer aus seiner Achse bewegen. Doch solange sind die Räder am Boden sind, überwiegen die anderen Kräfte. Sind aber die Räder beim Springen in der Luft, so lässt sich bei einem Fahrzeug mit einem leichten Kurbeltrieb in der Luft leichter bewegen, als ein Fahrzeug mit einem schweren Kurbeltrieb. Deshalb sind 4-Takt Motorräder in der Luft viel unbeweglicher als 2-Takter. | |||
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Längs liegender Kurbelwellen erzeugen ein Abstützmoment, das bei
Maschinen wie Guzzi, BMW, Indian, ... in der Kurve Probleme erzeugt. Wenn man die Schwungscheibe im Einspurmodell so aufhängt, dass ihr Normalenvektor in Fahrtrichtung zeigt, und diese Scheibe dann durch ein Moment innerhalb des um die Wankachse (Grade durch die Radaufstandspunkte) rotationsfähigen Einspurmodells beschleunigt, muss eben dieses Moment sich in einer Abstützung des Modells gegenüber seiner Umgebung bemerkbar machen. Daraus folgt, dass sich eine Beschleunigung der Scheibe in einem Moment um die Wankachse zeigt, was das beschriebene Verhalten bei Kurvenfahrten mit einer genau aus diesem Grund seltenen Motorrad mit längs liegender Kurbelwelle erklärt. |
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| Quer liegende Kurbelwellen, beeinflussen das Motorrad mit Nickbewegungen beim Gas geben, Diese Momente nimmt der Fahrer wesentlich weniger wahr. | |||
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