A

Absteigen = Stürzen, sich der Natur nähern.

Affenhänger = hochgezogener Lenker (Apehanger).

Affentwin = Honda XRV 750, Africa Twin.

Angstrand = Randbereich am Hinterreifen, der wegen zu geringen Schräglagen unbenutzt bleibt und als Wulst zu sehen ist. Das Reifenprofil erscheint dadurch eckig.

Asphalt = siehe Bitumen

 
   

 

 


B

Bahn = Autobahn; Band; Bandl.

Benzingespräch = ist für den Motorradfahrer das, was dem Jäger sein Jägerlatein ist.

Biker = so etwas wie ein Motorradfahrer, aber eben doch kein echter Motorradfahrer.

Bitumen = für Motorradfahrer das Glatteis des Sommers. Bitumen hat einen sehr niedrigen Haftreibwert, der stark von der Witterung abhängt. Trockenes Bitumen hat einen Haftreibewert von etwa ein Drittel einer Asphaltoberfläche. Nasses Bitumen besitzt einen Haftreibewert, der mit dem von Glatteis vergleichbar ist.

Bitumenwürmer = gefährliche Gleitmittel, besonders bei Regen. 

Blech-Uterus = das Auto als rollende Uterus unterscheidet sich von dem biologischen Urbild vorteilhaft dadurch, dass er steuerbar ist und auch von Erwachsenen benutzt werden kann.

Bürgerkäfig = Auto; Käfig.

Burnout = spielerisches Abbrennen Reifen. Wird gerne zur allgemeinen Belustigung bei Motorradfahrertreffen oder zur Provokation von Dosentreibern eingesetzt. Dieses wichtige Manöver wird leider in den wenigsten Fahrschulen gelehrt, deswegen hier eine Kurzanleitung: Vorderradbremse betätigen, ersten Gang einlegen, reichlich Gas geben, den Motor auf ca. 3/4 Nenndrehzahl kommen lassen und die Kupplung schnalzen lassen. Nun wird der Hinterreifen in Rauch umgewandelt. Übrigens ist ein Burnout eine Sache der Überwindung und nicht der Motorleistung.

   

C

Café-Racer = per Definition eine grandiose Eigenbau-Maschine, die auf einem alten britischen Fahrgestell aufbaut. Der Name kommt daher, weil sich die Schrauber in Cafés getroffen haben um sich wahlweise mit Mods zu prügeln oder zum hit-the-ton (ton ist die 100mph-Grenze) die North Circular entlang zu heizen. Heut wird viel Unfug mit dieser Bezeichnung getrieben. Heute werden oft Streetfighter als Café-Racer
bezeichnet.

Chill oder der Wind-Chill = scheinbare Temperatur als relative Kühlung von bewegten Objekten. Der Chill-Faktor sagt, wie man eine Temperatur bei zunehmender Windstärke empfindet. Schon bei 50 km/h (Orts-Geschwindigkeit) hat man das Gefühl, dass die Außentemperatur wesentlich geringer sei und kühlt entsprechend ab:
±0 °C frieren wie bei -18 °C
+5 °C frieren wie bei -12 °C
10 °C frieren wie bei   -2 °C
15 °C frösteln wie bei +5 °C
20 °C frösteln wie bei 13 °C

Chill-out = bewusstes Heraustreten aus dem Alltag, um sich eine Auszeit zur
persönlichen Weiterentwicklung zu gönnen.

Chopper = nach der reinen Lehre eine total abgespeckte und von allem unnützen Zierrat befreite Maschine, die zudem low (tief), long (Radstand) und big (Motorleistung) zu sein hat. Chopper sind das Gegenstück der Cruiser. Da unter abgespeckt auch die Beseitigung von Blinker, Verkleidung, Auspuffteilen etc. verstanden wird, kann sich rein theoretisch bei uns im Straßenverkehr keine zugelassene Chopper sehen lassen. Chopper können vorn dünne kleine Reifen haben.

Cruiser = Maschinen, die mit teuren Zubehörteilen wie (Plastik-)Chromkappen und Lampen in ein individuelles und seltsames Sonderstück verwandelt wurden. Cruiser sind das Gegenstück der Chopper. Manche Cruiser erkennt man an der Lichterorgel, die wohl Dosentreiber davon abhalten sollen, gefährliche Überholmanöver zu wagen.

 
   

 

D

Dose = Auto.

Dosenbahn = Autobahn.

Dosentreiber = Autofahrer; Dosenfahrer.

Dschobber = Chopper.

Dschobberist = Chopperfahrer.

Düsen = rasen, brettern, scheuchen, gehen lassen, rein halten. Das Gegenteil von bummeln, gurken, schleichen, stehen, dösen.

   

E

Eintopf = Maschine mit einem Zylinder.

Euter = die zwei Zylinder am BMW-Boxer-Motorrad.

 
      F

Flattern = die Schwingung des Lenksystems (Gabel, Vorderrad und Lenker) um die Lenkkopfachse. Flattern hängt hauptsächlich von der Reifen-Federsteifigkeit und dem MTM (Massenträgheitsmoment) der gelenkten Teile um die Lenkachse ab.

   

G

Gespann = Motorrad mit Beiwagen.

Gierachste = in erster Nährung die Hochachse des Motorrads.

Gore-Tex = Armani des BMW-Fahrers, nix für Motorradfahrer.

Güllepumpe = Honda CX 500, Name rührt von der Wasserkühlung her.

Grip = die Haftung zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche. Besonders unter veschieden Bedingungen wie Nässe, Bodenmarkierungen, etc.

Gummikuh = alte BMW, die durch den ungedämpften Kardanantrieb beim Gasgeben das Fahrzeugheck hebt und bei Gaswegnehmen senkt.

 
     

H

Herbrennen = zügigen Fahrweise von mindestens zwei Motorradfahrern. 

Highsider = ein besonders gefährlicher Sturz, wenn beim Beschleunigen (oder Bremsen) in der Kurve das Hinterrad die Haftung verliert. Das Rad rutscht dann tangential vom Kurvenweg weg, das Motorrad stellt sich damit quer. Wenn das Motorrad erst mal genug quer steht und man geht vom Gas oder zieht die Kupplung (löst die Bremse) greift das Hinterrad wieder und zwar in Richtung Kurvenmitte. Dadurch stellt sich das Motorrad ruckartig auf und kippt meist sofort in die Gegenrichtung weiter. Der Fahrer wird bei der ruckartigen Aufstellbewegung meist vom Motorrad katapultiert. Der Highsider verursachen normalerweise die schlimmsten Schäden an Mensch und Maschine und ist unbedingt zu vermeiden, lieber die Maschine wegrutschen lassen. Der Name rührt daher, weil man dadurch vom Motorrad in hohem Bogen wegfliegt.

    I J  
   

 

K

Käfig = Auto; Bürgerkäfig.

Kanaldeckel = gefährliche Gleitmittel, besonders bei Regen. 

Kibara = österreichische Bezeichnung für Polizisten oder Gendarmen - oft mit dem Nachsatz "A Kibara ist ka Hawara" (Ein Polizist ist kein Freund).

Klapphelm = amputierter Vollvisierhelm, bei dem Kinnschutz und Visier hochgeklappt werden kann. Speziell für BMW-Fahrer, Brillen-, Gebiss- und Langhaarbartträger.

   

L

Lizenz zum Vollstrecken = Motorradführerschein.

Lowsider = ordinäres Wegrutschen in der Kurve. Dabei wird die in Kurve liegende Unterseite der Maschine zerdeppert. Der Lowsider ist der fromme Bruder des teuflischen Higsiders.

 
   

 

M

Mm = Megameter oder 1000 km. 25 Mm Laufleistung sind gleichbedeutend mit 25.000 km am Tacho.

Mopped = umgangssprachlich für ein richtiges Motorrad, im Gegensatz zu Moped, (mit einem "m") dem Motorpedalfahrzeug mit 50 ccm und 2,7 PS.

    P

Panier = Lederkombi.

Pendeln = das Einschwingen der beiden nachlaufenden Maschinen-Teile, also einmal die Lenkung mit dem bekannten Nachlauf und der Rest mit Rahmen, Motor, Aufsitzer und Hinterrad mit dem entsprechenden Nachlauf. Pendeln ist eine unkontrollierbare Bewegung um die Gierachse (Hochachse) des Motorrads.

Poser = Leute, die sich eine teures leistungsstarkes Motorrad zum angeben kaufen und nicht um damit schnell fahren zu können.

 
   

 

S

Schönwetterschwuchteln = Schönwetterfahrer .

Slick = profilloser Reifen für den Renneinsatz.

Sozia = Beifahrerin.

Stoppie oder Rudi = das Motorrad auf den Vorderreifen stellen. Beim Bremsen das Gewicht so nach vorne verlagern, dass das Hinterrad deutlich abhebt, wenn man gerade steht sollte es es den höchsten Punkt erreicht. Geht am besten mit leichten Motorrädern. Birgt die Gefahr vorn über die Maschine zu stürzen und das Motorrad ins Kreuz zu kriegen.

Streetfighter werden in erster Linie fürs Posen (um)gebaut und werden meistens von Posern gefahren und geparkt.

    T

Tuner = Motorradhändler, die das Fahrverhalten von Serienmotorrädern verschlechtern indem sie Schalldämpfer ausbauen, Kunststoff- und Blech-Teile geschmacklos umlackieren und diese Ungetüme dann zum doppelten Preis verkaufen.

 
   

 

U

Uhr = Tachometer.

    V

vollstrecken = erfolgreicher Überholvorgang. Tatsächlich die Demütigung des Gegners, das Ergebnis gnadenlosen Herbrennens.

 
   

 

W

wegschmeißen, das Motorrad = euphemistisch für mit dem Motorrad stürzen.

Wheelie oder Willi = das Motorrad wie ein scheuendes Pferd auf die Hinterbeine stellen. Die mit Abstand wichtigste Imponiergeste des Motorradfahrers wird leider in den wenigsten Fahrschulen gelehrt, deswegen hier eine Kurzanleitung: Eigentlich eine einfache Übung, zumindest wenn man genügend Leistung hat. Mit soviel Gas und Drehzahl anfahren, dass sich das Vorderrad vom Boden hebt. Beim Landen kann man sich blöd anstellen und wenn man mit nicht gerade gestelltem Rad wieder auf den Boden kommt, dann gibt’s einen Sturz. Falls der Wheelie richtig kräftig ausfällt, kann man die hintere Bremse betätigen um nicht hintenüber zu kippen.

 
    Y

Yoghurtbecher = Japanisches Motorrad mit Vollverkleidung aus Kunststoff.

 
   

 

Z

zersägen = verblasen, abduschen, ein Motorradfahrer eindeutig überholen. 

zuparken, eine Kurve = extrem langsames Fahrzeug.

 
    Gaetano Cocco
Motorrad Technik pur
Funktion und Konstruktion
Motorbuch Verlag

Ralph "Sonny" Barger
Ridin' High Livin' Free
Die härtesten Motorrad
Europa, Hamburg 2002

Robert M. Pirsig
Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten
Fischer, Frankfurt 2001

Bernt Spiegel
Die obere Hälfte des Motorrads
Über die Einheit von Fahrer und Maschine
Pietsch, 2002

Jürgen Stoffregen
Motorradtechnik

Grundlagen und Konzepte von Motor, Antrieb und Fahrwerk
Vieweg, 2001

Alan Ahlstrand und John Hynes
Yamaha XJ600
Schrauberhandbuch
Moby Dick, 2001

 
       
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    Bikerwelt, tolle Tipps, interessante Touren und ausgewählte Links. Eine E-Welt in der sich Biker zu Hause fühlen können.

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Motorradrecht  systematisch dargestellte Verkehrs- und Betriebsvorschriften für Motorräder in Österreich.

Motorradrecht

    Biker's Project, Imagewerbung für Biker-Sicherheit von der nicht alle Motorradfahrer begeistert sind.
       
    MAG Motorrad Aktionsgruppe Austria, Interessante Spezialthemen wie über das Motorradfahrer-Glatteis Bitumen.

http://www.mag-austria.at