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![]() Tipps für Anfänger im Motorradfahren zum Thema Sicherheit sind im Internet meistens als Pessimistenpredigt gestalten und möchten einem am liebsten die Freude an dem schönsten Hobby nehmen. |
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Die meisten der, oft selbst ernannten, Motorradprofessoren gehen davon aus, dass ein Anfänger nichts anderes im Sinn hätte, als zu rasen uns do rasch als möglich den Schein oder das Leben abzugeben. Aber es gibt auch andere Fahranfänger, die das Fahren erlernen wollen und an die richten sich diese Tipps. |
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| Für Landtiere und auch den Menschen in Jahrmillionen blieben die maximale Geschwindigkeiten praktisch bei 20 km/h konstant. Wir sind auf die Wirkungen dieser Geschwindigkeiten konditioniert. Doch sind die Geschwindigkeiten in den letzten 150 Jahren durch die technischen Verkehrssysteme für den Menschen praktisch explosionsartig angestiegen, zuerst durch die Eisenbahn, dann durch das Auto und das Flugzeug. | |||
| Tragisch an diesem Umstand ist die Tatsache, dass bei bestimmten Bedingungen (Stürze, Aufprallen auf ein Hindernis) der Körper Kräften ausgesetzt wird, auf die er nicht konditioniert ist. Es gilt daher als erste Forderung dieses Gefahrenpotential zu vermeiden. Das kann man nur durch Üben, Üben, Über und entsprechend richtige Einschätzung und Reaktion in bedrohlichen Situationen. | |||
| Motorradfahren dient meist dem Vergnügen und ist von daher mit vielen Emotionen und weniger mit objektiven Ansichten verbunden. Da haben wir wohl schon eine der häufigsten Fehlerquellen- der Motorradfahrer selbst, wenn auch die Unfälle oftmalig von anderen Verkehrsteilnehmern ausgelöst werden. Eine Mitschuld trägt zumindest laut Gesetz meist der Motorradfahrer, allein schon durch den Umstand, dass er nicht rechtzeitig zum Stillstand gekommen ist, in der Zeitung steht dann "wegen überhöhten Geschwindigkeit" als Unfallursache. | |||
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Die erste Saison ist beim Motorradfahren die schlimmste, die zweite die gefährlichste.
In den ersten Monaten der Fahrpraxis kämpft man mit Problemen, über die man in der Fahrschule nichts gehört hat. |
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In der zweiten Saison eines Motorradfahrers passieren statistisch
gesehen die meisten Unfälle. In der ersten passt man noch auf - aber danach
will man es wissen, was möglich ist. Dann glauben viele, "sie könnten es
bereits", überschätzen sich selbst und unterschätzen die Situation. Auch später gibt es immer wieder Tage, wo alles passt, wo es "einfach mit einem durchgeht" und sich das Gefühl der Vollkommenheit von Mensch, Maschine und Landschaft einstellt. Wenn sich dann Erfahrung mit Vernunft paart, gibt man sich selber eine Ruck und weiß: "Das ist ein Tag, wo man ganz besonders aufpassen muss." |
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So oft es geht sollte man auch Fahrten im Nahbereich machen, ganz einfach die alltäglichen Wege mit dem Motorrad erledigen, denn gerade die Anfangsphase einer Ausfahrt nötigt einem einiges ab. Von der routinemäßigen Kontrolle des Motorrades bis zum ersten Eingliedern in den Verkehr. Durch häufige Kurzübungen werden lebenswichtige Handlungsabläufe automatisiert und aus der Bewusstseinspflicht heraus genommen. Gerade durch diese Kurzstrecken entstehen bessere Sicherheitspotentiale, denn am Anfang der Fahrt macht man mehr Fehler und über die kann man dann nachdenken. Diese Kurzstrecken sollte man als Anfänger auf jeden Fall oft fahren, ganz gleich ob der Wettergott die Vorhänge aufzieht oder mehrmals täglich auf uns herab herunter pisst. |
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Beim Tourenfahrern fährt meist der ausgewogenste und erfahrenste
Motorradfahrer
vorne und am Ende die schnellen - bei
Hobbyrasern ist dies leider oft umgekehrt. Anfänger sollen sich hinter dem
Vordermann einklinken, um nach Überholmanövern nicht nachhetzen zu müssen.
Jeder reagiert im Grenzbereich anders, also bei unbekannten Vordermännern
erst einmal ein wenig mehr als den üblichen Einsekundenabstand.
Lieber mit älteren Fahrern üben und die Kurven flüssig fahren lernen, als mit Vollgas und Vollbremsung in die Kurven hinein. Der geübte Motorradfahrer wird ohnehin schnell erkennen wie routiniert man ist. |
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Jeder freut sich, wenn er endlich die Schilder der
Autobahnauffahrt sieht:
1. Der Dosenfahrer, weil er bald die Autobahn - das ultimative Ziel seiner Wünsche - erreicht hat. 2. Der Motorradfahrer, weil ihm die Dosenbahn alle Dosen von der Straße saugt. |
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Sehr oft hört man, dass der Auslöser für einen Unfall
ein anderer Verkehrsteilnehmer war. Beobachten wir uns selbst im
Bürgerkäfig. Wie oft denken wir daran beim Überholen in den Rückspiegel zu
sehen oder im Stau die Linie zu halten? Beim zügigen Motorradfahren muss man
von vorne herein viele der Verkehrsteilnehmer aus dem Vertrauensgrundsatz
ausschließen. Es gilt: Vertraue keinem der blinkt und vertraue niemandem der nicht blinkt. |
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Dosen haben beim Bremsen die objektiven Vorteile
von vier großen Aufstandsflächen so groß wie Postkarten. Daher können sie
viel weiter in die Kurve hineinbremsen und das meist durch ABS unterstützt.
Ihnen machen
Fahrbahnverschmutzungen und Bitumenstreifen nichts aus und sie haben die
Möglichkeit selbst in Kurven auszuweichen... Also läuft man mit dem Motorrad
in den Kurven zwangsläufig auf eine bremsende Dose auf.
Was lässt sich da dagegenhalten: Motorräder haben eine bessere Beschleunigung und kürzer Bremswege auf der Geraden. |
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Teerwürmer, Kanaldeckel, Split, Laub und Drecke
sind oft der Auslöser für ein harmloses "Hoppala". Im falschen Moment und
mit beiden Reifen befahren sind sie nicht zu unterschätzen.
Noch gefährlicher das alles bei Regen - da sind sie dann noch glitschiger, dafür aber schlecht zu sehen und haben den Grip von Glatteis. Asphalt ist ein Gemenge aus Bitumen, Sand, Kies oder anderen Zuschlägen, durch den Reibungswert erhöhen. Die Wörter Asphalt und Bitumen werden häufig synonym verwendet. |
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| Splittflächen entstehen häufig auf Straßen, die wie ein Fleckerlteppich ausgebessert sind. Dann sammelt sich Splitt unkontrollierbar auf bestimmten Asphaltflicken an. | |||
| Feldausfahrten stellen gegen Ende des Sommers oft gefährliche Rutschflächen dar. Da ist einmal die mit auf die Straße geschleppte Erde, verlorene Ladungsteile und es die unvermutet heraus fahrende Traktoren sind ein besonders hartes Hindernis. | |||
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