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Mozarts Monatskalendarium
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26. Dezember 2006: Stefaniebraten
25. Dezember 2006: Urbi et Orbi in 25 Sprachen
Zu Weihnachten habe ich mir das Buch "Berlin-Wien | Eine Reise zu Fuß" geschenkt, so dass ich heute an einen warmen Heizkörper gelehnt in diese Pilgerreise in die Trostlosigkeit des Ostens eintauchen kann. Es stellt sich vor allem die Frage, welche Sünden man begangen haben muss, um in diese Öde einsickern zu wollen. 24. Dezember 2006: Truthahn gefüllt
19. Dezember 2006: Die Sonne hat sich weggedreht
13. Dezember 2006: Milchfrau in Ottakring
Die Landschaft an der Bahnstrecke nach dem Frachtenbahnhof Kledering wird immer eigentümlicher - die Gegend wird faltenlos und der Blick endet im Nichts oder dem roten Ball der untergehenden Sonne. Im Burgenland wie in Ungarn wurden in den letzen Jahren viele Wohnhäuser im pannonischen Barock in die pannonische Tiefebene hineingesetzt, die Formen dieser schwülstigen Häuser sind geradezu Gegenstücke zu jenen hühnerstallartigen Gebäuden, die dort seit Jahrhunderten an den Straßenrand gestellt wurden. Auf den feien Flächen immer wieder Windräder zur Stromerzeugung, von denen 500 Stück gerade so viel Leistung bringen wie ein richtiges Kraftwerk - die Puszta scheint endlich ihre Bestimmung gefunden zu haben. Während der Fahrt hat der Zug die Seite gewechselt, in Ungarn fährt die Bahn rechts, nicht links wie in Österreich. 10. Dezember 2006: Rosarot und himmelblau
Am späten Vormittag genießen wir in der Pressburger Oper das klassisch choreographierte Ballett des Nussknackers von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Anschließend eine kulinarische Expedition durch die verschiedenen Weihnachtsmärkte der Altstadt, die ausgezeichnet gut besucht sind und trotz der geografischen Nähe zu Wien so manche fremdartige Köstlichkeit bieten. 8. Dezember 2006: Viel Lärm um nichts
6. Dezember 2006: String-Theorie und Branen
3. Dezember 2006: E-Motions
1. Dezember 2006:
26. November 2006: Die Hölle
25. November 2006: SalzburgAm Morgen einen ausgedehnten von der Salzburger Altstadt die Salzach entlang in die Josefi-Au. Dann ein ausgedehnter Bummel durch Salzburg bei fast 20°C und in herrlichem Sonnenschein. Nachmittags mit der Familie meines Bruders eine ausgedehnte Plauderei im Café Basar. Ich habe meinem Neffen ein winziges Schweizermesser mitgebracht, ob seine Eltern davon begeistert sind, kann ich nicht einschätzen. Bevor wir uns auf den Weg nach Wien machen noch Würstel mit Saft im Wilden Mann. 24. November 2006: Geburtstag in Salzburg
13. November 2006
11. November 2006: Bohemien oder Unterschichtler
Schwierig wird die Unterschichtfrage auch dadurch, weil sich bis heute Bildung, kulturelles Engagement und Wohlstand nicht so leicht voneinander trennen lassen: Wer kreativ tätig ist, auch wenn er materiell schlecht dasteht, ist letztendlich obenauf. Wer aber sowohl materiell schwach ist und wem es dazu an kulturellen Kompetenzen mangelt, für den gibt es in seiner Chancenlosigkeit keinen Ausweg. Wer materiell, bildungsmäßig und kulturell unten ist, der kommt aus diesem Loch nicht mehr heraus. In einer Gesellschaft, in der Branding, Selbstmarketing, Kreativität, Flexibilität und symbolische Kompetenzen entscheidende wirtschaftliche Potentiale sind, machen Bildung und Kulturkompetenz die Kriterien für die Ungleichheit aus. Unterschichtslifestyle heiß heute vor allem, sich die Zeit durch das Fernsehen stehlen zu lassen und Unterschichtenfernsehen zu konsumieren. Unterschichtenentertainement unterhält und strengt nicht an. Viele der privaten Fernsehsender verfolgen diese Linie und bekommen dadurch eine durchaus legitime Daseinsberechtigung, denn irgendwie muss man die Leute ruhig stellen und von der Straße fernhalten: Früher gingen sie in die Kirche, heute hängen sie vorm Fernseher. Die Sendungen sind oft so gestaltet, dass man glauben könnte, es seinen Überwachungskameras von Irrenanstalten. Noch vor wenigen Jahren trugen Unterschichtler diese bunten Unterschichttrainingsanzügen oder führten scharfe Unterschichthunde streng bei Fuß, sie begrüßen sich heute noch mit "Haahloh". Männer mit übergroßen Tattoos, Frauen mit Arschgeweih und daheim die neueste Unterhaltungselektronik. Sie sehen sich mit Begeisterung das Treiben ihrer berühmt gewordenen Unterschichtmitmenschen an, allen voran: Tatiana Gsell, Paris Hilton, Verona Feldbusch, die Lugners, Hugo Egon Balder, Hella von Sinnen, Stefan Raab. In den Krawallshows am Fernsehnachmittag können dann auch bisher unbekannte Unterschichtler zu kurzem Ruhm kommen. Prolo-Entertainment und Tattoos sind nicht mehr die Insignien von Gescheiterten, sondern gehören zu jenen Unterschichtspraktiken, die inzwischen zu massenkulturellen Praktiken aufgestiegen sind. Unterschichtkultur umfasst auch Zeitungen, die die Nachrichten bereits in Form von Meinung und Haltung journalistisch aufbereitet weitergeben. Zeitungen wie Bild, Krone und Österreich sind durch dieses Konzept des Verkaufs der Verknüpfung von Nachrichten und Meinungsbildung außerordentlich auflagenstark und erfolgreich. Herausgeber und Journalisten steuern durch diese Medien die ungebildeten Massen. Dieselbe Wirtschaftsordnung, die die Unterschichtler aus der Welt der Güterproduktion fern hält, stellt ihnen ohne Gegenleistung ausreichend Geld zur Verfügung, damit sie sich ihren persönlichen Stil zusammenkaufen können. Denn auch die, die sie keinen Job haben, haben eine gewisse Kaufkraft. Dass die Unterschichten auch noch durch Entertainment ruhig gestellt werden, ist ein natürlicher Nebeneffekt. Die Unterschicht verliert die Kontrolle beim Geld, beim Essen, beim Trinken, beim Rauchen, in den Partnerschaften, bei der Erziehung und bei der Arbeit, also in der gesamten Lebensführung. Nirgendwo wird der Disziplinverlust so deutlich wie beim Sport und je höher das sportliche Leistungsniveau, desto geringer der Anteil von Angehörigen der Unterschicht. In den Olympiamannschaften finden sich fast nur noch Studenten oder Leute mit Matura. Sport braucht Menschen mit Selbstdisziplin, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und Leistungsorientierung. All das sind Fähigkeiten, die der Unterschicht mehr und mehr abhanden kommen. Vertreter der so genannten Unterschichtkultur mit ihrer Passivität, Lethargie, Unbildung und Resignation haben inzwischen auch im Leistungssport kaum noch eine Chance. 9. November 2006: Gesundjoggen
Joggen bringt aber nicht nur Herz und Kreislauf in Schwung, sondern aktiviert auch Stammzellen. Dreißig Minuten Joggen am Tag erhöht die Zahl endothelialer Vorläuferzellen im Blut. Zugleich mobilisiert der Körper durch regelmäßigem Sport auch die Stammzellen und bringt sie in den Blutkreislauf, die Schäden im Organismus vermehrt reparieren können. Wer regelmäßig joggt stärkt auch seine Knochen und dürfte damit im Alter weniger anfällig für Osteoporose sein. Die Knochendichte der Jogger ist mehr als sieben Prozent höher als die derer, die sich nie oder fast nie sportlich betätigten. Dafür muss man mindestens zwei Mal pro Woche laufen.
In einer Untersuchung der Laufstile stellte sich heraus, dass die an
Achillodynie erkrankten Läufer ihre Füße mehr über den Mittelfuß abrollten und
dadurch die Belastung auf der Achillessehne verstärkten. Eine Fehlbelastung, die
ihre Ursache ausgerechnet darin hat, dass die Laufschuhe mit immer besseren
Dämpfungen ausgerüstet wurden, um die Gelenke zu schützen. Ich habe dem falsch
verstandenen Eifer für weiche Sohlen eine äußerst schmerzhafte Achillodynie zu
verdanken, die mit eine bittere Laufpause eingebracht hatte. 5. November 2006: JavaScriptorium
Bei meinem JavaScriptorium sind in jener Technologie für multimediale Bild- und Textpräsentation realisiert, die rund um das Internet entstanden ist. Dieses multimediale Bilderbuch ist nicht mit Farbe, Pinsel und Leinwand ausgearbeitet, sondern mit DHTML und JavaScript. Eine der Möglichkeiten, um mehrdimensionale Animation in Realzeit zu erzeugen. Die von mir entwickelte Software ermöglicht es, Dutzende wesenartige Objekte beliebig zu bewegen, sie zu komplizierten Bildkomplexen zu ordnen und sie für den Betrachter bewegbar zu machen. Die Realzeitfähigkeit ist während der Bewegungsprozesse Voraussetzung, um die Wesen über den Bildschirm gleiten, schweifen und lustwandeln zu lassen. Mit dem JavaScriptorium wird ein Instrument vorgestellt, das sämtliche Phasen einer multimedialen Gestaltung von digitalen Artefakten unterstützt. Diese Technologie erschließ für den Betrachter die vierte Dimension. Als vierte Dimension im JavaScriptorium wird neben den drei Achsen des Raumes die Zeitachse in das Modell ein, 4D-Modelle dienen vorrangig dazu, um zeitlich gesteuerte Bahnen im Ablauf visualisieren und steuern zu können. Dabei werden die hohe Komplexität und der enorme Rechenaufwand für die Realzeitdarstellung der interaktiv steuerbaren Wesen in Kauf genommen. Eine erfolgreiche Designlösung wird durch die Funktionalität des entstandenen Produkts, sowie durch den interaktiven Prozess dargestellt, in dem es entstanden ist. Gutes Design entsteht im Kontext von Sachkenntnis und der Innovation. In den letzten Jahren hat Design mit mathematischen Algorithmen eine zweckentsprechende Annäherung vieler kreativer Projekten etwa in der Filmindustrie ermöglich, in denen diese Ergebnisse bislang nicht zu erreichen sind. Das JavaScriptorium versucht, etwas Licht in die Entwicklung dieser Arbeiten zu bringen. Und noch etwas, ich schreibe alles deutsch um der Dominanz des Englischen im Internet entgegenzuwirken, denn jedes Mal, wenn eine Sprache stirbt, verschwindet auch eine Vision. 1. November 2006: Bestiarium
Diese Animalisierung der multimedialen Welt gleicht eher einer phantastischen Collage aus den traumwandlerischen Szenerien. Die Artefakte werden wie Puzzlestücke in vorgefundene Landschaften eingefügt. Das Auge kann sich an der feinen Farbwahl und ihrer Grundtönen ergötzten. Der Betrachter kommt in den Besitz eines geistigen Prismas, das gleich einem Sehinstrument funktioniert und ihm die entferntesten Spezies das Reich der fremden Welten enthüllt, von dem man weiß, welches Rätsel es in uns birgt, wie man die ursprüngliche Rolle kennt, die es im unterbewussten Symbolismus spielt. Die Bildobjekte des Bestiariums sind auf hellem Hintergrund frei gestellte GIFs, damit werden Kompressionsartefakte wie Klötzchenbildung (auch Kästchenmusterbildung, Verblockung oder Makroblöcke genannt) vermieden, wie sie bei komprimierten JPEGs immer wieder vorkommen. Außerdem sind durch die freigestellten Objekte realistische aussehende Überlagerungen von Wesen möglich. 27. Oktober 2006: Acer, nie mehr Acer
23. Oktober 2006: Traum vom Fremden in mir
19. Oktober 2006: Internet Explorer 7
18. Oktober 2006: Das Goldenes Vliess
15. Oktober 2006: Kopfnuss
5. Oktober 2006: Brandauer liest Mozart
Vor der Vorstellung gehen Gewerkschafter mit Fahne und in bunter Folie wie Streikwächter vor dem Burgtheater auf und ab und teilen an die Passanten Flugblätter aus, ich lehnen den Zettel ab: "Nicht für mich, ich bin der Klassenfeind!" 4. Oktober 2006: E-Motions
Digitale Kunst ist anders: In interaktiven Medien lassen sich künstlerische Ideen anders umsetzen und transportieren. Für den Betrachter wird Kunst durch die Interaktion im wahrsten Sinn des Wortes begreifbar und gestaltbar. Er kann und muss in die Gestaltung eingreifen indem er die Darstellung steuert. Diese Form der Kunst ist bewegt und kann bewegt werden - bewegend. Die digitale Medienkunst selbst ein eigentlich nichts anderes als ein Hybrid aus den Verbindungen von Kunst und Technologie. Hybride Schöpfungen und Geschöpfe entstehen aus Neukombinationen und Verschmelzung moderner Technologien mit plastischen, bildlichen und akustischen Objekten. 29. September 2006: Pilgerreise, Jakobsweg von Göttweig nach Linz
Fünf Tage lang habe ich ein wunderbares Stück des Jakobswegs begangen, 170 Kilometer zu Fuß und mit mit alleine. Immer wieder überkommt mich auf meiner Pilgerreise das stürmisches Entzücken, das ich schon in meiner Kindheit beim Anblick einer Spätsommerlandschaft empfunden habe. Es ist diese entzückende Traumherrlichkeit der unendlichen Wege und Pfade durch Wiesen, Felder, Wälder und Weiler, über Bächlein und am Strom entlang, den man spürt, auch wenn man ihn nur selten sehen kann. Darauf aufgefädelt wie auf einer Perlenkette unendlich viel Beglückendes: Fichten, Buchen, Eichen, Blumen, Gräser, Steine. Die vielfältigen Daseinsbeweise von Käfern, Fliegen, Hornissen, Spinnen, und Schmetterlinge. Die Wirklichkeit von Fröschen, Salamandern, Rehen und Vögeln. Rund um die Dörfer Zwetschgenalleen, Streuobstwiesen, gelbe Mostbirnen und Bäume mit roten Äpfelchen am Straßenrand. Auf Waldlichtungen bunte Falter auf Springkraut. Fast lasse ich mir zu wenig Zeit zum Verweilen und Schauen, will ich doch meine vierzig Kilometer am Tag schaffen und von Vielem auch noch die Photonen auf Datenträger bannen. Weiler und Dörfer mit verstreuten Hausnummern, sogar Marktflecken mit einem unglaublichen Durcheinander der Nummerierung der Häuser. Hier gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, außer den Bussen, die nur an Schultagen morgens ins Donautal fahren und mittags wieder zurückkommen. Einmal komme ich in der Vormittagssonne durch ein Dorf und höre aus der Volksschule immer wieder lautes Lachen der Kinder. Kinderlachen ist die Musik unserer Zukunft. Nun tauche ich wieder in das Lärmen und Treiben der Großstadt ein. Nun ist für mich die Welt der Natur wieder dahin. Hier haben die Menschen ihren eigenen Lebensraum geschaffen und die Natur hinausgedrängt, gedeihen und wachsen darf nur, was geplant und gepflegt wird. Hier heißt es, Augen und Ohren zu verschließen, um nicht zu sehen und zu hören, was man nicht will. Die letzen fünf Tage war es nicht nötig gewesen, mich der Umwelt zu verschließen, ganz im Gegenteil war es eine Zeit, in der ich alles in mich hineingesaugt habe. 25.September 2006: Beginn einer Pilgerreise
Heute will ich mit Zug und Bus nach Paudorf und dann geht es weiter über Göttweig und Mautern zur Ferdinandswarte, durch den Dunkelsteinerwald nach Maria Langegg, hinüber zur Ruine Aggstein und schließlich hinunter nach Ardagger Dorf. 16. September 2006: RusalkaEin wundervoller Nachmittag in Pressburg, die Einheimischen nennen ihre charmante Slowakische Hauptstadt auch flapsig Blava. Durch alte Gassen und Plätze bummeln, manchmal fallen einige Regentropfen. Ein köstliches Mittagessen im "Kelt" vor der Oper und zwischendurch im "Café Mayer", einem k.u.k Kaffeehaus. Später die beeindruckende Vorstellung von Rusalka in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
11. September 2006: Steinzeitgöttin
7. September 2006: Die Weberischen
4. September 2006: Mein Zwölfkilometerlauf
3. September 2006: Man muss die Frauen nicht verstehen
1. September 2006: Rechtschreibreform in den 1970-er Jahren
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| Werkbuch August | |
30. August 2006: Essen als Ersatzreligion
25. August 2006: Angels. All over
24. August 2006: Cosi fan tutte
23. August 2006: SZ Kriminalbibliothek
19. August 2006: Rekonstruktion einer Veranda
17. August 2006: Das überrannte Hündchen
16. August 2006: Kulinarisches Design
14. August 2006: Jedermann
13. August 2006: Grass mit SS
Ein Freund aus Wien kommt uns für zwölf Stunden in Seeham besuchen. Wir fahren mit ihm zur Kaiserbuche hinauf Mittagessen, machen nachher einen Spaziergang in Mattsee über den Schlossberg und an der Esplanade und schließen den Ausflug mit einer Kaffeejause beim Konditor Neuhofer ab. Morgen heißt es um vier Uhr früh aufstehen, denn um acht beginnt sein Dienst im Krankenhaus. 9. August 2006: Ausflüge
Mittags Aufbruch zum Ausflug nach Bad Ischl. Nach einer Stunde Fahrtzeit treffe ich Freunde kurz im Café Sissy als sie gerade Yellow-Press Magazine lesen. Wir aber sind weiter auf Schaufenster-Tour und die Freunde fahren wieder ab, ohne etwas mit uns zu unternehmen. Später treffen wir eine meiner Freundinnen wie verabredet beim Zauner an der Esplanade, eine weitere langjährige Freundin gesellt sich wenig später zu uns dreien. Später noch ein gemeinsames Abendessen unter der Laube des Weinhauses auf der gegenüber liegenden Seite der Esplanade. Als es bereits dunkel ist, fahren wir gemütlich in einer Stunde nach Hause. 8. August 2006: Grabenseerunde
Mittags wollen wir nach Salzburg, doch das Auto startet nicht und so schiebe ich es den Berg hinunter, es springt aber trotzdem nicht an. Ein Nachbar gibt uns Starthilfe und es geht los nach Salzburg. Das Orgelkonzert im Dom ist versäumt und so treffen wir uns mit Freunden in Stiegls Brauwelt und sehen uns die Ausstellung an. Anschließend noch Tomaselli und ein Stadtbummel, bei dem es wieder zu regnen beginnt. Zum Abendessen gibt es (vom Erlach mitgebrachte) Fleischlaibchen mit Bratkartoffeln. 7. August 2006: StimmungenDer Regen bringt die Seenlandschaft in eine psychedelische Stimmung, hebt sie ab von den Allerwelts-Urlaubsgegenden mit dem immerblauen Himmel und Seen, die von immerfröhlichen jungen Leuten dynamisch besportet werden. Hier im Flachgau siedelt ein Tourismus, der sich in die Landschaft und das Leben der Menschen eingliedert und nichts stört.
6. August 2006: Regen, Regen, nichts als Regen ...... so weit das Auge reicht, hier eben über den Obertrumer See bis nach Mattsee hinüber. Die Aussicht vom Wohnzimmerfenster auf den See ist dennoch fesselnd, Stimmung und Farbe wechseln jede Stunde. Die Nebelfetzen in den bewaldeten Bergen hinter dem See lösen sich auf. Nachmittags ein Ausflug genau dorthin nach Lochen und zum gotischen Kirchlein von Gebertsham, dann in Mattsee im Bajuwarendorf in der Schützen-Ausstellung und eine ausgedehnte Jause in der Café Konditorei Neuhofer. 4. August 2006: FamilienbesuchDer Familienbesuch ist nun unter großem Dauerwinken abgereist, einige Tage hatten wir zu sechst das kleine Häuschen bewohnt. Wegen des Dauerregens hatten wir fast die ganze Zeit im Haus verbracht, trotzdem war die Besuchszeit fröhlich und ausgelassen. In einer Stunde ist unser hübsches Häuschen wieder blitzblank und aufgeräumt. Und gegen Mittag blinzelt die Sonne auch wieder aus den Wolken. Am Nachmittag noch ein Ausflug nach Laufen und Freilassing, aus dem wir wegen des plötzlich einsetzenden Starkregens bald wieder flüchten. 1. August 2006
Nachmittags regnet es wieder stärker. Abends können wir wieder auf der Terrasse sitzen und den Sternenhimmel bewundern, wir sehen eine Reihe von Satelliten und einige Sternschnuppen. |
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| Werkbuch Juli 2006 | |
30. Juli 2006: Höllenangst
29. Juli 2006: Start in den UrlaubDie Abfahrt in den Urlaub ins Salzburger Land klappt bestens, ein fröhlicher Start bereits vor 9h. Ab Linz regnet es, zum ersten Mal seit sechs Wochen. Im Flachgau haben anscheinend alle Bauern die Gelegenheit genutzt und Jauche auf den feuchten Böden ausgebracht, nun stinkt es im ganzen Land. Wir sind noch vor 12h in unserem Häuschen in Seeham, wo wir bereits von den Vermietern erwartet werden. Inzwischen schient wieder die Sonne. Unser Holzhäuschen ist stilvoll-gemütlich, traditionell ausgestattet und mit allen Segnungen des 21. Jahrhunderts: Kabel- und SAT-TV. Türöffner für die Gartentüre, damit man für Besuche nicht die 72 Stufen auf und ab laufen muss. Die winzige Küche ist neu eingerichtet, nur der Geschirrspüler fehlt - alleine schon deshalb, weil kein Platz dafür ist. Die Schlafkammer hat gerade Platz für zwei. Am Dachboden ist ein Matratzenlager für sechs Personen. Im Wohnzimmer steht ein Kachelofen, der uns an den folgenden kalten Tagen Wärme spenden wird. 28. Juli 2006: ReisevorbereitungenSchleppe alle Pflanzentöpfe aus Wohnung und Veranda in den Vorgarten, wo ich sie an einem schattigen Platz unter der finsteren Eibe deponiere, damit sie während unserer Abwesenheit gepflegt werden können. Bereite noch das Essay über kulinarisches Design vor. Nachdem alles gepackt ist, gehen wir ins Mautswirthaus essen. 18. Juli 2006: Sommergefühl
16. Juli 2006: Lauferfolg und Theaterplage
4. Juli 2006: Playground
1. Juli 2005: Sangesfreuden
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| Werkbuch Juni 2006 | |
26. Juni 2006: DonauinselfestDen Abschluss des Donauinselfestes bildet in diesem Jahr erstmals ein "klassisches" Konzert der Wiener Symphoniker, trotz Mozartjahr weniger Mozart als Strauß. 250.000 Menschen sind in dieser Sommernacht auf die Donauinsel gekommen, um die wundervollen Klänge zu genießen. Hier kann sich das Rote Wien von seiner besten Seite zeigen. 25. Juni 2006: Idomeneo
23.Juni 2006: Sonnenverwerter
20. Juni 2006 Traum von der Kamerafrau
16. Juni 2006 Der 90. Geburtstag meines Vaters
8. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Als ich das Kochen erlernte
Diese Überlastung und ihr Wunsch wieder einmal mit ihren Verwandten zusammen zu sein, ist der Grund, dass Mutti in den Sommerferien für einige Tage in weit entfernte Städte zu einer ihrer Schwestern fährt. Vati nimmt das hin, kann aber nicht verstehen, warum seine Frau ihn und seine beiden Söhne für einige Tage alleine lässt. Er übernimmt die Küche und kocht für uns, doch kann er nur zwei Speisen zubereiten: Erdäpfelschmarren und Würstelsuppe. Erdäpfelschmarren als Hauptspeise ohne Sauerkraut ein Stück Fleisch oder Wurst ist mir als eine ziemlich trockene Angelegenheit in Erinnerung geblieben. Ganz anders die Würstelsuppe, die dadurch entsteht, dass man Weißwürste und Nudeln in kochendes Wasser gibt und dann nach zehn Minuten mit einem Schöpflöffel auf einen Suppenteller türmt. Diese Art des Essens wird am dritten Tag unerträglich und so entschließe ich mich, das Kochen zu erlernen. Als Mutti endlich wieder zurück kommt, fange ich an mit ihrer Hilfe zu kochen. Nach wenigen Tagen kann ich einfache Speisen wie Nudeln, Reis, verschiedene Erdäpfel- und Eiergerichte, gebackenen Seefisch, Naturschnitzel, Fleischlaibchen und Braterdäpfel zubereiten. Schließlich unterrichtet Mutti nicht nur Deutsch und Stenographie, sondern am liebsten Hauswirtschaft. 7. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Küche und kochen
Küchen im eigenen Haushalt können Oasen für Feinschmecker sein, in der Ernährungswüste einer sich nivellierenden Gesellschaft, die sich in immer größerem Ausmaß mit standardisierten Speisen der Burgerbuden und von Convenience-Produkten ernährt. Ein immer größerer Teil des Kochens ist heute in Manufakturen und Fabriken ausgelagert, die Gestaltung vieler dieser Speisen ist international und wird in Labors durchgeführt. Weltweit entsteht dadurch ein Einheitsbrei, der zwar zur Kultivierung etwa der beklemmenden britischen oder dumpfen deutschen Küche durchaus beiträgt, in der französischen, italienischen und der österreichischen Küche aber bleibende Schäden anrichtet. Diese Gleichschaltung der Essgewohnheiten ist eines der Ergebnisse der Industrialisierung der Landwirtschaft und der Lebensmittelherstellung. Dem gegenüber steht jedoch das unglaublich günstige Preis-Leistungsverhältnis von Nahrungsmittel, das es in der gesamten Menschheitsgeschichte noch niemals gegeben hat. Doch die Wende ist zum Glück längst eingeleitet, lokale Köstlichkeiten sind wieder in Mode gekommen und zu erschwinglichen Preisen zu haben. Die Fernsehköche sind wieder jung, taff, kreativ und manche von ihnen weltberühmt. Ganz gleich ob im Innviertel oder in der Toskana, lokale Küche war und ist aktuell und die lokale Kochkultur hat Bedeutung über die Landesgrenzen hinaus. 6. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Silberputzmittel
Nun zur Abhilfe: Man nimmt ein flaches Gefäß aus Glas, Porzellan oder
Kunststoff und legt Alufolie hinein - mit der rauen Seite nach oben. Dann
gießt man sehr heißes Wasser darauf und löst etwas Salz vollständig darin
auf, je nach Wassermenge ein bis drei Esslöffel. Anschließend legt man das
Silber auf die Alufolie. Bald bilden sich am Silber Bläschen, der schwarze
Belag verschwindet, das Silber erstrahlt wieder in neuem Glanz und das
Wasser riecht anschließend penetrant nach Schwefel. Der Silbersulfidbelag
hat sich wieder in die beiden ursprünglichen Bestandteile Silber und
Schwefel zurück verwandelt. 5. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Holzkochlöffel
4. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Geräte
3. Juni 2006 Meine Küchentechnik: Messer
Bei meiner Mutter hatte ich eine merkwürdige Art des Schneidens beobachtet,
bei der sie eine gebückte Stellung einnahm und das Küchenmesser mit großer
Anstrengung nach unten drückte, während sie schnitt. Dabei hielt sie mit Daumen
und Zeigefinger den obersten Teil der Messerklinge krampfhaft fest. Der Grund
dafür waren die zu kleinen und zu stumpfen Messer, mit denen sie sich abplagte.
2. Juni 2006: Der Meister und Margarita
Meine Küchentechnik: Kochkunst naturwissenschaftlich erklärt
Mit dieser Sommerlektüre sollte es mir gelingen in neue Tiefen meiner
Liebhaberei einzutauchen. Es tut sich für mich eine neue Welt auf und
plötzlich habe ich den Zugang zum physikalischen und chemischen
Basiswissen der Kochkunst: 1. Juni 2006: Läufig zum Sommerbeginn
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| Werkbuch Mai 2006 | |
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31. Mai 2006: Quälgeister
30. Mai 2006: Strategiespiel
29. Mai 2006: Traum von Spanien
22. Mai 2006
21. Mai 2006: Zauberflöte
Viel zu viele der zeitgenössischen Künstler treten in diesem Jubiläumsjahr in Scharen gegen Mozart an. Sie benutzen das Mozartjahr dazu, um seine Musik mit ihren mageren Leistungen niederzuringen. "Seht her," scheinen uns diese Mozart-Gegner sagen zu wollen, "seht her, wie jämmerlich dieser Mozart doch in Wirklichkeit ist - genau so untalentiert wie ich." 15. Mai 2006: Die Gans von Kairo
13. Mai 2006: Die kurzweilige Kunst des Kochens
Rezept: Backofengemüse 11. Mai 2006: Die lösende Lust des Laufens
Die Achillessehne ist die größte Sehne des menschlichen Körpers. Zugleich
ist sie auch die anfälligste für uns Läufer, denn beim Laufen muss die
Achillessehne die gesamte Kraft beim Abstoßen des Fußes vom Boden auf den
Körper übertragen. Das ist Schwerstarbeit für die Sehne, die leider auch nur
eines sehr geringe Elastizität aufweist und Überlastungen nicht standhalten
kann. 7. Mai 2006: Entführung aus dem Serail
6. Mai 2006: Strategiespiele
4. Mai 2006: Spaziergang Einen Spaziergang von Mödling nach Baden und dann mit dem Zug zurück. Laufe die zwei großen Steilrampen hinauf und schlafe 15 Minuten in der Sonne beim Wasserwerkshäuschen. Eine dunkelbraune Äskulapnatter mit fast zwei Meter Länge getroffen, einige flinke Eidechsen auf eine sonnenwarmen Mauer in Gumpoldskirchen beobachtet und am Wegrand eine Alraunenwurzel gefunden.
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| Werkbuch April 2006 | |
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24. April 2006: Baden und Lupo
21. April 2006: Kapuzinergruft
Den Roman "Hotel Savoy" habe ich nunmehr auf mein Notebook und lese ihn vorerst auf diesem Medium, diese Form hat einige Vor- und viele Nachteile. 17. April 2006: Radetzkymarsch II
6. April 2006: Radetzkymarsch IIch finde bei Thalia eine wundervolle Joseph-Roth-Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch (gebunden und preisgünstig) und erstehe erst einmal den Radetzkymarsch, die Kapuzinergruft steht nun auf meinem Einkaufszettel - seine übrigen Romane liegen wohl nicht auf meiner Linie. Ich lese im Stehen vor dem Bücherstapel den ersten Absatz (der über 2½ Seiten reicht) und bin total hingerissen. 1. April 2006: Schiurlaub
Die sechs Schitage haben uns das winterliche Bergwetter erleben lassen: Regen, Schneefall, Nebelfetzen in halber Höhe der Berghänge. Und dann immer wieder dieses Hochgefühl, wenn die Sonne heraus kommt und wir im Sonnenschein über den herrlichen Hängen zwischen Flachau, Wagrain und St. Johann über die gepflegten Pisten schwingen. Manchmal sind so wenige Gäste hier, dass wir den ganzen Berg ganz alleine für uns zu haben scheinen - Tage an denen man sein Handy mitnehmen muss, wie das ein Freund ausdrückt. Auch unser Appartement hoch über Wagrain war wie im Urlaubsprospekt, die gepflegten Zimmer der kleinen Wohnung, die gut ausgestattete Küche, die Aussicht vom Balkon auf die tannengrün-schneeweiß gefleckten Berge und am Abend die Lichter der Pistengeräte auf den Hängen und der Häuser im Tal.
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| Werkbuch März 2006 | |
30. März 2006: Karl Heinrich Waggerl
24. März 2006: Salzburger Finta Giardiniera
15. März 2006: KlimaerwärmungHeute kommt wieder einmal das leidige Thema der Klimaerwärmung auf das
Tapet und endlich gelingt es mir, meine Bedenken verbalisieren. 14. März 2006: Winterrückkehr
13. März 2006
7. März 2006: "Neue" RechtschreibungNach langjährigen Debatten und heftigem Widerstand vieler
Schreibschwacher, älterer Schriftsteller, einiger großer Medien und
Verlage steht nun neuerlich eine Rechtschreibreform an. Die Einteilung
kann nunmehr wie folgt getroffen werden: 6. März 2006: Traum von den Innenräumen
Ich schwebe in diesen rötlichbraunen Hallen langsam, die Füße etwa einen halben Meter über den Stufen, nach unten. Immer weiter will ich treppab schwingen, denn es macht Spaß, im Schweben mit sanften Körperbewegungen Richtung, Höhe und Geschwindigkeit kontrollieren zu können. Einmal stoße ich fast mit einer Gruppe von Leuten zusammen, die mir plötzlich von unten auf einem Treppenabsatz entgegen kommen, zum Glück hatte ich bereits die Geschwindigkeit reduziert, als ich auf den Absatz zugeschwebt war. Im Erdgeschoß liegt ist Bahnhof eingebaut und es gibt einen Flohmarkt, der wie eine Antiquitätenmessen eingerichtet ist. Mit unglaublich kostbaren Ausstellungsstücken hinter Glas. Der belebte Flohmarkt erstreckt sich weiter und weiter über einige der unterirdischem Etagen. 4. März 2006: Der Sturm
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| Februar 2006 | |
21. Februar 2006: Tannhäuser in 80 Minuten
17. Februar 2006: Faule Butterfly
16. Februar 2006: Indien in Baden
15. Februar 2006: Der Flaggenverbrenner (Berufe die keiner braucht, N° 9)der Flaggenverbrenner schon in aller Morgenfrühe 12. Februar 2006: Traum von Venedig
10. Februar 2006: Traum von der Haushälterin
8. Februar 2006: VIII Tage war mein Notebook krankacht Tage war mein Notebook krank 3. Februar 2006: Pariser Fenstersturz
Michael Haneke versucht sich nun bei seiner Inszenierung von Don Giovanni an der Pariser Oper als Opernregisseur und liefert uns eine Bürogeschichte. Bei ihm mutiert Giovanni zu einem Oligarchen, der schlussendlich von einem multinationalen Putztrupp aus dem Fenster seines Firmensitzes geschmissen wird. Haneke stellt sich damit in der Reihe jener 08/15 Regiemacher hinten an, die es Mozart und Da Ponte immer wieder zeigen wollen, wie man Opern zu machen hat. Mozart hatte nicht nur zu seinen Lebzeiten Feinde, er hat sie auch heute noch. 2. Februar 2006: Mein Notebook hat das Frieslfieber
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| Jänner 2006 | |
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30. Jänner 2006: Selbstmordattentäter (Berufe die keiner braucht, N° 8)der Selbstmordattentäter fährt auf in den Himmel 29. Jänner 2006: Fest für Mozart
27. Jänner 2006: Mozart für alle
26. Jänner 2006: Papst (Die schönsten Berufe der Welt N° 2)der Heilige Vater lebt im fernen Rom 25. Jänner 2006: Ortstafelverrücker (Berufe die keiner braucht, N° 6)unser Ortstafelverrücker ist kein Gottseibeiuns Anlassfall: Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider predigt beim
BZÖ-Neujahrstreffen am 22. Jänner in Pörtschach: 23. Jänner 2006: Xanthippe (Berufe die keiner braucht, N° 5)die Xanthippe ist en böses Weib 22. Jänner 2006: Der Arme (Berufe die keiner braucht, N° 4)der Arme hierzulande 21. Jänner 2006: Geizhals (Berufe die keiner braucht, N° 3)der Geizhals ist nicht arm wie du 20. Jänner 2006: Aushilfskellner (Berufe die keiner braucht, N° 2)ein junger Mann bringt Bier und Wein 19. Jänner 2006: Der SeeadlerIch selbst habe mich zwar nur ausführlich mit dem Adel im "Römischen Reich Deutscher Nation" näher beschäftigt. Aber auch wie die Erhebungen in den Adelsstand dann nach dessen Auflösung nach den napoleonischen Kriegen gehandhabt wurden, ist nicht ganz ohne. Das war nämlich dann allein Sache des jeweiligen Fürsten und deren gab es ja ab 1806 reichlich. Hatte Napoleon massenhaft Soldaten, Glücksritter und Spekulanten zu Grafen und Herzögen ernannt, nahm einige Jahre später die Situation der Nobilitierungen in Österreich-Ungarn ebenfalls eine skurrile Wendung. Franz Joseph I. von Österreich hatte als junger Kaiser (1848-1916) massenhaft Adelsprädikate erteilt, meist war es der bald weit verbreitete "Ritter von" oder "Edler von". Daher nannte man den Kaiser in Wien auch den See-Adler, weil er angeblich jeden adelte, den er gesehen hatte. Hohe Beamte, Professoren und Offiziere erhielten z.B. von diesem Kaiser anlässlich ihrer Pensionierung statt einer angemessenen Pension einen "Edlen oder Ritte von", was hierzulande eine gewisse Adels-Inflation auslöste. Aus diesem Grunde gelten in (österreichischen) Adelskreisen die Nobilitierungen des 19. und 20. Jahrhunderts nicht viel. 16. Jänner 2006: Ewiger Student (Berufe die keiner braucht, N° 1)Ein ew'ger Student ist bewahr' kein Held 15. Jänner 2006: Die Posaunen des Idomeneo
Mozart hatte bereits sechs Jahre vorher einen Kompositionsauftrag von Joseph Anton Graf Seeau von Mühlleuten erfolgreich durchgeführt: Die Oper La finta giardiniera für den Münchner Karneval 1775. Bei den Probearbeiten für Idomeneo kommt es jedoch diesmal zwischen dem Grafen von Seeau und Mozart immer wieder zu Unstimmigkeiten. Einerseits wegen des Librettos und andererseits wegen der Orchesterbesetzung. Die Weigerung des Grafen, wegen weniger Takte eigens drei Posaunisten für die Oper zu verpflichten führt dazu, dass Mozart widerwillig die Passage für die Münchner Aufführung uminstrumentiert. Am am 11. Jänner 1781 schreibt darüber Mozart an seinen Vater in Salzburg: "Ich habe nebst vielen anderen kleinen Streitigkeiten einen starken Zank mit dem Graf Seeau wegen den Posaunen gehabt - ich heiß es einen starken Streit, weil ich mit ihm hab müssen grob sein, sonst wär ich nicht ausgekommen …“ Bis zum 19. Jahrhundert zählen Posaunen nicht zur Standardbesetzung eines Orchesters - erst Beethoven räumt ihr ab seiner 5. Symphonie einen fixen Platz in der Musik ein. In der Zeit Mozarts zeigen Posaunen meist, dass übernatürliche Kräfte oder gar Götter in die Handlung eingreifen - und es sind Posaunenklänge, die gegen Schluss des Idomeneo jene göttliche Stimme begleiten, die als Deus ex Machina einschreitet um der Opferung des Sohnes Einhalt zu gebieten. Ohne Posaunen kommen Mozarts Opern Die Entführung aus dem Serail, Le nozze di Figaro und Così fan tutte aus, dagegen spielen die Posaunen in Don Giovanni und in der Zauberflöte selbstredend ihre tragende Rolle. 12. Jänner 2006: Der Palm-Mozart
Auf der anderen Seite ist aber Palms Wissen über Mozart und seine witzige Art des Erzählens. Beim Lesen vergleiche ich die Speisen Mozarts immer wieder mit den Rezepten aus meinem ältesten Kochbuch, das 1791 - also dem Todesjahr Mozarts - erschienen ist. 11. Jänner 2006: Winter-Dispersionendie fröhlich-helle Wintersonne 10. Jänner 2006: Net-community
9. Jänner 2006: Pseudonyme
8. Jänner 2006: ORF (Öffentlich Rechtliche Forensik)
Die erste DNA-Analyse an dem Schädel wurde aus öffentlich-rechtlichen Geldern des ORF (Öffentlich Rechtliche Forensikanstalt) bestritten. Diese Organisation fördert ansonsten Leute wie Karl Moik, Peter Rapp und Vera Russwurm, aber ist nun mit etwas Verspätung auf die CSI-Welle aufgesprungen. Der wichtigste Unterschied zu den amerikanischen Gerichtsmediziner-Serienproduktionen dieser Art: Es werden die Fälle nicht gelöst, sondern noch mehr verwirrt. Im Zuge der heute gezeigten Folge wurde dargestellt, dass die Gebeine im Familiengrab Leopold Mozarts am Salzburger Friedhof St. Sebastian miteinander keinerlei familiale Verbindung haben und auch mit dem so genannten Mozartschädel keine Verwandtschaft zeigen. All diese Gebeine stammen von Menschen, die gar nicht miteinander verwandt sind. Auch die überlieferten Haarlocken des Komponisten wurden geprüft - und stammen von wenigstens zwei verschiedenen Personen, deren keine mit dem Träger des Schädels ident ist und haben daher nie den fraglichen Schädel geziert. Der untersuchte Schädel wurde (angeblich) zehn Jahre nach Mozarts Tod bei einer Neubelegung des Grabes am Friedhof St. Marx vom Totengräber Rothmayer exhumiert und versteckt. Mitte des 19. Jahrhunderts kam er über Umwege an den Mödlinger Anatomen Josef Hyrtl der ihn der Öffentlichkeit bekannt gemacht hat. Seither wurde der Schädel, der sich seit 1902 in der Salzburger Stiftung Mozarteum befindet, mehrere Male erfolglos auf seine Authentizität geprüft, zuletzt in den 1990ern vom Naturhistorischen Museum. 3. Jänner 2006: Zauberflötchen
Als ich am Bahnhof stehe, um zum Zauberflötchen nach Wien zu fahren, braust ein Güterzug am Bahnsteig vorbei. Der Sog reißt mir mit einem heftigen Ruck den Hut vom Kopf und der Stetson kullert immer rascher am Bahnsteig entlang. Ich laufe ihm nach und niemand kann oder will ihn stoppen. Schließlich fällt er unter die dahinbrausenden Güterwaggons. Als der Zug dann weg ist, sagt mir eine junge Frau, dass sie ihn bis zum Schluss beobachtet hat und das da vorne, einen halben Kilometer weiter, kein Kohlestück sondern mein Hut sei. Und er ist es auch - ein wenig nass, aber völlig unbeschädigt, nur die Garnitur fehlt. Aber die hübschen Federn lassen sich leicht ersetzen. Dann die Presse bei einem kleinen Braunen im eleganten Café Diglas, vier Karten der Reise-01 für "Ein Fest für Mozart" besorgen (Reise-03 wäre auch interessant gewesen würden nicht Elfriede Ott und Fritz Muliar in verteilten Rollen aus Mozarts derb-witzigen Bäsle-Briefen lesen - IMHO ein Programmpunkt für Gerontophile), anschließend Trumer Pils & Mailänderbrot im Kra-Kra und zurück in die Kammeroper. 1. Jänner 2006: Mein Silvesternagel
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